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Kein Wecker
Um es im Leben zu etwas zu bringen, muss man früh aufstehen, bis in die Nacht arbeiten - und Öl finden. Jean Paul Getty Das mit dem Öl finden gibt nichts mehr in diesem Leben. So belasse ich auch das frühe Aufstehen auf die Zeiten in denen ich es muss. Es war für mich ein kleiner Glücksmoment, als ich gestern Abend auf meinen Bildschirm gelesen habe: "Kein Wecker". Das heisst ja nicht, dass ich nicht gerne Aufstehe. Ich freue mich immer, wenn ich gesund die Beine aus dem Bett

Christine Nöh
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit


Was ist anders?
Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu. Ödön von Horvath Ich kann es gar nicht genau sagen, woran es liegt. Habe ich mehr zu tun, oder schaffe ich einfach weniger als früher in der gleichen Zeit? Bin ich schneller erschöpft oder ist alles anstrengender geworden? Hat sich meine Umwelt verändert oder ich selbst? Wahrscheinlich ist es von allem etwas. Auf jeden Fall bin ich gerade sehr dankbar, dass die Herbstferien beginnen, denn ich habe das

Christine Nöh
vor 4 Tagen1 Min. Lesezeit


Es kommt nicht darauf an wie weit du gehst
Wandere lange genug mit offenen Augen durch die Welt, dann fängst du irgendwann an, Entdeckungen zu machen. Benjamin Myers Es ist schön Neues zu entdecken und es macht Freude Abwechslung zu haben. Aber es ist gar nicht so, dass wir dazu immer an spektakuläre Plätze reisen müssen oder andere Kontinente zu erobern haben. Es kommt gar nicht darauf an, wie weit man fährt und wie exotisch die Location ist. Es kommt viel mehr darauf an, wie ich selbst die Welt betrachte. Ich kann i

Christine Nöh
vor 5 Tagen1 Min. Lesezeit


Wegdrehen
Wie das Kaninchen vor der Schlange Sprichwort Es gilt als bekanntes Sprichwort, wenn man beschreibt, dass einen Angst lähmt wie ein Kaninchen vor dem Anblick einer Schlange erstarrt. Das Kaninchen wäre eigentlich schnell und flexibel genug, um mit einigen Hakensprüngen aus der Reichweite der Schlange zu fliehen. Wenn es jedoch vor Schreck erstarrt, hat es keine Chance. Immer wieder erlebt man es ja selbst, dass angstvolle Gedanken lähmen und uns daran hindern klar zu sehen. A

Christine Nöh
vor 6 Tagen1 Min. Lesezeit


Was ist die Alternative?
Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun! Edmund Burke Für viele Schüler ist der Traum ihres Lebens zu Hause zu sitzen und nichts tun zu müssen. Diese Vorstellung eines chilligen Lebens kennen wir ja schon vom Schlaraffenland und wer das Märchen kennt, der weiß, dass das tatsächlich nicht glücklich macht. Wir erfahren unser Glück im Tun und im Erforschen, im Erfinden und Finden, im Denken und Tüfteln und im andere glücklich machen. Wenn man Berichte sieh

Christine Nöh
vor 7 Tagen1 Min. Lesezeit


Schönes Gift
Ein einziger Tropfen Gift der Unwahrheit vergiftet den ganzen Ozean der Wahrheit. Mahatma Gandhi Fliegenpilze sehen so schön aus. Ich finde eigentlich, dass sie die attraktivsten Pilze in unseren Wäldern sind und daher auch gerne als Vorlage beim Malen von Pilzen genutzt werden. Aber schon als Kind lernen wir, dass dieser Pilz besonders giftig ist. Es wird kaum jemand geben, der aus Versehen einen Fliegenpilz isst. Noch gefährlicher ist der Knollenblätterpilz, da er aussehen

Christine Nöh
12. Okt.1 Min. Lesezeit


Mythos Wald
Die vielen Bäume und die wenigen Menschen – die machen denn Wald so schön. Otto Weiss In Oberhausen ist bis Dezember die Ausstellung "Mythos Wald" im Gasometer. Es lohnt sich wirklich diese zu besuchen. Es gibt fantastische Fotografien, viele Informationen und einen leuchtenden Baum, der verschiedene Lichteffekte zeigt, so dass man sich wirklich lange dort aufhalten kann. Gestern hatten auch viele ander Menschen die Idee zu der Ausstellung zu gehen, daher war es etwas voll. A

Christine Nöh
11. Okt.1 Min. Lesezeit


Eine Lanze für die Jugend
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. Sokrates Die Jugend ist so oft besser als ihr Ruf. Es ist nicht so, dass immer alles nur schlimmer und schlechter wird. Das habe ich jetzt auf der Klassenfahrt gesehen. Noch nie hatte ich eine Klassenfahrt, bei der alle Kinder solch ordentliche Zimmer hatten. Ich konnte es kaum glauben, aber auch

Christine Nöh
10. Okt.1 Min. Lesezeit


Zuviel von allem
Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern. Gabriel Laub Pakete von bestellten Dingen die zurück geschickt wurden, kommen oftmals ungeöffnet auf den Müll, da es viel teurer ist, die Sachen auszupacken und zu kontrollieren. Das ist allein schon eine Katastrophe. So ist ea ja gut, dass diese Pakete aufgekauft werden und dann als Mysteriepacks verkauft werden. Das ist dann so, wie früher d

Christine Nöh
7. Okt.2 Min. Lesezeit


Schatten voraus
Es war, als sei ich auf eine ewige Klassenfahrt geraten. Da gibt es doch auch immer die Lauten und die, die bei der Kraftmeierei mitspielen, um nicht ausgelacht zu werden. Sebastian Deisler Morgen fahren wir für drei Tage auf Klassenfahrt, aber dieses Ereignis wirft schon viele Schatten voraus. Seit Tagen bereite ich alles mögliche vor an Material und Kopiervorlagen, so dass wir die Schüler auch die meiste Zeit beschäftigt bekommen. Eigentlich muss ich heute nochmal Gitarrens

Christine Nöh
6. Okt.1 Min. Lesezeit


Wie ein Spinnennetz
Das Einzige, was es über das Leben zu lernen gibt, ist in drei Worte zu fassen: Es geht weiter! Friedrich Schiller Lernen ist wie das Weben eines Spinnennetzes. Zuerst werden die starken Fäden gesponnen, an denen alles hängt. Das ist für unser Gehirn die Sprache, das Lesen und die Grundkenntnisse der Mathematik. Dann webt die Spinne ein grobes Raster und als letztes das ganz feine Muster des Sinnennetzes. Umso enger die Fäden gesponnen sind, umso leichter bleiben die Insekten

Christine Nöh
4. Okt.1 Min. Lesezeit


Der Raum dazwischen
Die Noten, die ich spiele, beherrsche ich nicht besser als viele Pianisten. Aber die Pausen zwischen den Noten – ah, da liegt die Kunst. Artur Schnabel Drei Vögel in einem Schwarm von vielen sieht niemand. Drei Vögel auf einem Baum, entdeckt keiner zwischen den Blättern, aber drei Vögel auf einer Stromleitung vor einem leeren Himmel werden zu einem interessanten Fotomotiv. Es braucht die Leere drumrum, damit etwas wirken kann. Aus Tönen, die ohne Unterbrechung gespielt werden

Christine Nöh
3. Okt.1 Min. Lesezeit


Besuch aus der Vergangenheit
Freunde sind wie Gärten in denen man sich ausruhen kann. Antoine de Saint-Exupéry Es ist nicht wirklich eine Zeitreisende aus der Vergangenheit. Aber meine Freundin aus dem Schwarzwald ist bei mir zu Besuch und das ist wie eine Verbindung in die Kindheit. Fast kein anderer Mensch kennt mich schon so lange wie sie. Niemand aus meinem aktuellen Leben hat mit mir die Kindheit und Jugend verbracht und so habe ich durch sie gemeinsame Erinnerungen, die wieder aufleben können. Ich

Christine Nöh
2. Okt.1 Min. Lesezeit


Andere Welten
Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne. Jean Paul Es begeistert mich immer wieder, wie Bücher uns in eine andere Welt tragen. Ich lerne Lebensumstände kennen, von denen ich noch nie zuvor gehört habe und kann nachvollziehen, wie sich andere Menschen in anderen Zeiten gefühlt haben können. Erst jetzt habe ich erfahren, dass der erfolgreiche Unternehmer Carnegie in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele Bibliotheken in kleinen St

Christine Nöh
1. Okt.1 Min. Lesezeit


Goodbye September
Was im Mai nicht blüht, wirds im September nicht nachholen. Friedrich Hebbel Ich habe gestern meinen Augen kaum getraut, als ich im Wald an den Heidelbeersträuchern kleine Blüten entdeckt habe. Die blühen ja normal im Mai und nicht im September. Somit ist Hebbels Aussage wiederlegt. Das bedeutet ja noch lange nicht, dass daraus auch noch Heidelbeeren werden. Aber etwas irritiert hat mich das schon. Wenn man denkt, dass man alles schon mal gesehen hat, dann stellt man fest, da

Christine Nöh
30. Sept.1 Min. Lesezeit


Verschüttete Fähigkeiten
Kein Amt zu haben ist nicht schlimm. Aber schlimm ist es, keine Fähigkeiten für ein Amt zu haben, das man innehat. Konfuzius Auf unserer Klassenfahrt in der nächsten Woche möchte ich mit den Schülern Freundschaftsbänder knüpfen. Eine Fähigkeit die ich als Teenager gelernt und genutzt habe und die längere Zeit nicht mehr benötigt war. Daher habe ich erst mal selbst nochmal geübt, wie man das denn am besten macht. Zuerst war ich mir nicht mehr sicher, ob ich es noch kann. Aber

Christine Nöh
29. Sept.1 Min. Lesezeit


Gut getarnt
Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand. Max Frisch Ich war nur fasziniert von den filligranen Blättern der Blüte und habe mich darauf beim Fotografieren konzentriert. Beim Bearbeiten störte mich dann so ein komisch grüner langer Grashalm und ich wollte ihn schon fast wegretuschieren. Bis ich am Ende des Grashalmes diese Heuschrecke entdeckte. Wenn man sie einmal gesehen hat, kann man sie gar nicht

Christine Nöh
28. Sept.1 Min. Lesezeit


Es passt nie
Drei Wochen war der Frosch so krank! / Jetzt raucht er wieder. Gott sei Dank! Wilhelm Busch Letzte Woche waren schon so viele Kollegen und Schüler krank, dass man dachte es wäre schon November. Über Nacht kriegte ich am Donnerstag dann auch, unerfreulicher Weise, Halsschmerzen. Ich dachte, dass ich die Krankheitserreger in Schach halte, wenn ich direkt dagegen vorgehe mit genügend Schlaf, Medizin und Ingwer, aber sie haben sich in den letzten Tagen mehr und mehr durchgesetzt.

Christine Nöh
27. Sept.1 Min. Lesezeit


Präfrontaler Kortex
Sobald man davon ausgeht, dass die Menschen eben nicht komplett rational handeln, wird man auch nicht mehr annehmen, dass die Leute die besten Entscheidungen treffen. Daniel Kahnemann In unserem Präfontalen Kortex im Gehirn treffen wir Entscheidungen. Er ist dafür zuständig, ob spontane Gedanken durchgelassen werden oder nicht. Er entscheidet ob wir etwas sagen und auch wie wir etwas sagen. Das ist sozusagen unsere rationale Instanz. Es ist aber nicht so, dass wir diese umgeh

Christine Nöh
26. Sept.2 Min. Lesezeit


Wer braucht schon den 14.10?
Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler. Nur wer die Hände in den Schoß legt, macht gar keine Fehler. Alfred Krupp Wer braucht schon den 14. Oktober? Ein Tag weniger im kalten Herbst ist doch Vorteilhaft und ein Tag näher an Weihnachten freut viele Kinder. Das Datum kann man doch eigentlich getrost aus dem Kalender streichen, so wie andere Seen und Meere umbenennen. Was passiert, wenn man das Datum wegläßt? Eigentlich erst mal nichts. So lange bis es

Christine Nöh
25. Sept.1 Min. Lesezeit
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