Sein
- Christine Nöh

- vor 53 Minuten
- 1 Min. Lesezeit

Nicht der ist reich, der viel hat,
sondern der, der viel gibt.
Erich Fromm
Manchmal ist das Wichtigste, dass ich mir einfach erlaube zu sein. Ich bin, ohne etwas zu leisten, ohne etwas vorzeigen zu können, einfach weil ich da bin. Ich schaffe es nicht lange, in dieser Gelassenheit zu bleiben. Schnell kommen wieder Blicke auf andere und Vergleiche mit ihnen in mein Bewusstsein. Sobald ich mich mit anderen messe, kann ich eigentlich nur verlieren.
Denn es gibt immer jemand, der etwas Cooleres hat, der gerade die Zeit mit etwas Schönerem verbringt und unendlich viele, die besser aussehen. Auch ein Vergleich mit mir selbst kann mich runterziehen. Denn war ich nicht vor einigen Jahren noch leistungsfähiger und sah besser aus?
Wenn ich in diesen Modus komme, kann ich mit vielem nur unzufrieden werden. Es ist gut, einfach mal die Leistungs- und Schönheitsbrille abzunehmen und sich innerlich ans Meer zu setzen. Das Wasser kommt und geht und ist einfach wie es ist. Es ist genug, wenn ich da bin und ihm zusehe.




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