Nur in meinem Kopf
- Christine Nöh

- vor 48 Minuten
- 2 Min. Lesezeit

Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.
Theodor Fontane
Als ich mit 16 Jahren das erste mal Norwegen besuchte habe ich mich sofort in dieses Land verliebt. Während unzähliger Urlaube habe ich mir immer vorgestellt, wie es wäre in diesem Land zu leben. Ich liebte die Natur, die Gelassenheit und die Ruhe, die mir dort begegnet ist. Trotzdem wusste ich auch immer, dass ein Urlaub etwas anderes ist, als der normale Alltag.
So blieb ich stets in dem mir vertrauten Umfeld ohne das Risiko einzugehen, etwas völlig Neues zu wagen. Ich war noch in vielen anderen Ländern, die mich auch begeistert haben. England, Schottland und Wales, mit ihren malerischen Häusern und zauberhaften Gärten oder den ursprünglichen Landschaften. Italien mit der Leichtigkeit des Südens, den warmen Abendwinden und dem leckeren Essen.
Kenia mit der Gastfreundschaft und der Lebensfreude, obwohl sie vieles nicht haben oder die USA mit ihren unglaublichen Nationalparks, in denen ich am liebsten die ganzen Jahreszeiten erleben würde.
Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in dieses Land zu ziehen, aber immer bin ich trotz all der Schönheit auch gerne wieder zurück nach Hause gefahren. Es gibt viele Orte, an denen ich gerne länger sein würde, aber tatsächlich liebe ich es auch genau hier wo ich bin zu Hause zu sein.
Vielleicht bin ich nicht mutig genug, um in der Fremde neu zu starten. Vielleicht ist es aber auch mutig, da wo man ist weiter zu machen, auch wenn nicht jeden Tag die Sonne scheint. Es war auf jeden Fall immer wieder eine bewusste Entscheidung, so zu leben, wie ich es gerade mache und ich bereue es nicht.




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