Wie oft?
- Christine Nöh

- vor 2 Stunden
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Wäre das Wort ›Danke‹ das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen.
Meister Eckhart
Über vieles kann ich nicht bestimmen, aber ich kann jeden Tag neu entscheiden, wie oft ich "Danke" sage. Es ist nicht das, was ich bekomme, was darüber bestimmt, sondern die Einstellung zu allem, die mein Handeln bestimmt.
Wenn ich davon ausgehen, dass mir alles zusteht, dann brauche ich mich nicht bedanken. Dann entgeht mir aber vieles, weil ich Geschenke als selbstverständlich nehme. Ich merke dann gar nicht, dass ich beschenkt bin und kann mich darüber nicht freuen.
So unendlich vieles in unserem Leben ist aber gar nicht so selbstverständlich. Wir müssen nur andere Menschen fragen, die etwas nicht haben und schon merken wir, dass das was wir haben nicht automatisch alle Menschen haben.
Fangen wir mit so normalen Dingen an, wie unser Körper, unsere Gesundheit, unsere Fähigkeiten. Nicht jeder kann sehen, riechen, hören, laufen, tanzen und so vieles mehr. Wenn ich morgens meine Augen öffne, könnte das direkt der erste Grund sein, danke zu sagen. Danke, dass ich einen weitere Tag zur Verfügung habe, den ich erleben kann.
Die Möglichkeiten Danke zu sagen reißen den ganzen Tag nicht ab. Danke für die frisch gebackenen Brötchen, danke demjenigen der mit grad die Tür aufhält. Danke, für ein freundliches Lächeln und Danke für mein Lieblingslied, das grad im Radio spielt. Danke, für die Menschen an meiner Seite und Danke für die Schuhe an meinen Füßen.
Wenn ich mein einem dankbaren Herzen durchs Leben gehe, dann merke ich, dass mein Leben viel besser ist, als ich selbst manchmal denke.




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