Alles Neu macht der April
- Christine Nöh

- 26. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Honig wohnt in jeder Blume, Freude an jedem Orte,
man muss nur, wie die Biene, sie zu finden wissen.
Heinrich Kleist
Honig wohnt leider nicht mehr in jeder Blume, denn viele Blumen sind nur auf "Schönheit" gezüchtet und für Bienen und andere Insekten nutzlos. Mit Hilfe eines Garten- und Landschaftsbauers haben wir nun endlich unseren Vorgarten insektenfreundlich umgestaltet. Ich selbst hätte das so nicht geschafft, denn meine Kenntnisse sind zu rudimentär und ich habe immer nur das gesetzt was mir gerade gefiehl, ohne zu wissen, ob es da gut wachsen kann.
Es war auch nicht einfach für mich, dass manches weg musste, was mir mal neu gekauft hatte. Einige Stauden konnte stehen bleiben, obwohl sie nicht geeignet sind. Aber in einem Meer aus Blüten, können sie toleriert werden.
Nun aber ist ein Neubeginn geschafft und ich bin gespannt, wie alles aussieht, wenn es groß ist und blüht. Noch sind die Pflänzchen klein und unscheinbar und sie brauchen Zeit um sich zu entfalten. Dann kann man erst erkennen was in ihnen steckt. Wenn dann alles blüht, lohnt es sich für die Bienen auch sich auf den Weg zu unserem Garten zu machen.
Es ist wichtig, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie wir unser Umfeld gestalten. Wenn es immer weniger Pflanzen für die Insekten gibt, dann werden irgendwann nicht mehr genügend da sein, um die Blüten zu bestäuben, die wir als Nahrung benötigen. Das schöne ist, dass man in jedem kleinen Vorgarten, auf jedem Balkon und sogar auf Garagendächern Oasen schaffen kann. Mit teils wenig Aufwand und viel Wirkung.
Das entscheidenden ist nicht, dass einer alles macht, sondern dass ganz viele etwas machen. So können Korridore entstehen, die einen Weg durch unsere Asphaltwüsten bahnen.




Kommentare