Tief durchatmen
- Christine Nöh

- vor 16 Minuten
- 1 Min. Lesezeit

Den Puls des eigenen Herzens fühlen.
Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern.
Wieder Atem holen lernen, das ist es.
Christian Morgenstern
So lange ich ruhig im Sessel sitze, keinen Hustenanfall habe und entspannt bin, denke ich, dass es doch wieder ganz gut geht. Wenn ich aber einmal die Treppe runter und wieder hoch gelaufen bin, dann merke ich, es ist noch überhaupt nicht so, wie es sein sollte.
Es ist nicht einfach, mir selbst die Ruhe zu gönnen, die ich tatsächlich brauche. In meinem Kopf sind direkt wieder viele Pläne, was ich alles machen müsste, aber es geht nicht. Gut, dass die Hausärztin mir verordnet hat, dass ich Ruhe brauche. Sonst würde ich schnell denken, dass ich jetzt genug Pause gehabt hatte.
Diese letzten Stunden in der 7. Klasse, die ich heute unbedingt machen wollte, macht jetzt jemand anderes und die Welt wird nicht untergehen. Sie dreht sich ganz normal weiter, ohne auch nur ein bißchen zu zucken.
Man braucht beides: sich wichtig genug zu nehmen, damit man sich wirklich die Zeit für sich selbst nimmt, die gerade notwendig ist. Und zu erkennen, dass alles auch ohne mich geht. Eine gesunde Ausgewogenheit zwischen beidem, ist das beste was man erreichen kann. Habe gerade eine gute Gelegenheit, das zu üben.




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