Skeptisch
- Christine Nöh

- vor 8 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Glaube nicht alles was du denkst - oder fühlst.
Anna Chancelor
Manchmal genügt ein kleiner Moment, ein Satz, den jemand sagt, ein Blick, eine Geste und ich fühle mich plötzlich schlecht. Ich denke, dann zum Beispiel: "Ich schaff das nicht, ich bin nicht gut genug, die anderen sind viel besser (schöner)".
Das muss noch nicht einmal etwas von Außen sein, dass ich mich so fühle. Es können die Gedanken im Kopf sein, die einen plötzlich verurteilen. Ich vergleiche mich mit anderen und schneide schlechter ab. Dabei weiß ich doch, dass man sich nicht vergleichen soll.
Die Gedanken und Gefühle sind plötzlich da, im Hintergrund und ich weiß vielleicht gar nicht genau, wo diese herkommen. Sie sind vielleicht tief verwurzelt in der Kindheit und Jugend, als ich mich so oft nicht gut genug gefühlt habe.
Ich kann es wahrscheinlich nicht verhindern, dass solche Gedanken und Gefühle aufploppen und dass sie versuchen meinen Tag zu kapern. Aber ich muss sie ihnen nicht das Steuer überlassen. Ich muss nicht alles glauben was ich denke oder was ich fühle.
Manchmal hilft es, wenn ich jemand fragen kann: "Findest du, dass ich mit meiner neuen Frisur aussehe wie Prinz Eisenherz?" Dann kann ich vielleicht schnell diesen Gedanken loswerden, wenn der andere dann sagt: "Wie kommst du denn da drauf, das denke ich nicht."
Ich kann mich aber auch selbst fragen: "Stimmt das denn, dass ich aussehe wie Prinz Eisenherz?" und dann muss ich zugeben, dass das ja gar nicht stimmt. Außerdem war ich als Kind in Prinz Eisenherz verliebt, also wäre es ja noch nicht einmal etwas schlechtes, so auszusehen.
Das wichtigste ist, dass ich immer wieder meinen Gedanken und Gefühlen gegenüber skeptisch bin. Nicht alles was ich denke und fühle ist richtig und vieles hilft mir nicht weiter.




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