• Christine Nöh

Nachrichten aus der Vergangenheit


Wer in der Zukunft lesen will,

muss in der Vergangenheit blättern.

André Malraux


Eigentlich dachte ich, die wäre lange im Müll gelandet, meine Postkartensammlung aus meiner Kindheit. Als ich vor 35 Jahren von zu Hause weggezogen bin, hatte ich sie irgendwo zurück gelassen. Jetzt stand aber mein Neffe vor mit mit einem Paket von über 100 Karten, die er neulich in seiner Schatzkiste gefunden hatte und er wunderte sich, dass überall mein Name drauf stand.


Meine Mama fand die Postkarten so schön, dass sie diese meinem Neffen geschenkt hatte, der damals klein war und auch Postkarten sammelte. So haben es diese Karte aus der lange vergangenen Zeit plötzlich in die Gegenwart geschafft.


Es ist lustig, diese alten Botschaften zu lesen. Sehr oft kommt der Satz: "Endlich schaffe ich es dir zu schreiben" oder auch der Satz "den Rest erzähle ich dir, wenn wir uns wieder sehen". Manche erkannte ich sofort an der Schrift und wusste, von wem sie waren.


Bei anderen jedoch, habe ich mich öfters mal gefragt, wer das denn eigentlich war, der mir da geschrieben hatte, denn vieles klang sehr vertraut, dabei hatte ich schon ganz vergessen, dass es diese Menschen mal in meinem Leben gab.


Ich habe in meinen Erinnerungen gekramt und dann fiel mir manches wieder ein. Wie kann es sein, dass Menschen, die mir damals so wichtig waren, nun spurlos verschwunden sind? Manches ist einfach zu erklären, denn wenn man weg zieht und den Kontakt nicht hält, dann verlieren sich die Spuren ganz leicht.


Bei den meisten ist es mir nun egal, dass ich nichts mehr über die anderen weiß, aber bei drei Menschen, wüsste ich gerne wie es ihnen heute geht und was aus ihrem Leben geworden ist. Dabei habe ich noch nicht einmal mehr die Nachnamen, sonst könnte ich sie im Internet suchen.


Das alles macht mich aber auch dankbar. Dankbar, dass ich schon so viele Menschen in meinem Leben gehabt hatte. Dankbar aber auch über diejenigen, die mir über all die Jahrzehnte erhalten geblieben sind. Man kann ja nicht alle Kontakte immer mit sich weiter schleppen, denn man hat ja nicht die Zeit, sich wirklich um alle zu kümmern.


Wenn ich es aber schaffe, über längere Zeit Freundschaften aufrecht zu erhalten, dann ist mir auch bewusst, welch ein Geschenk diese Menschen in meinem Leben sind. Wahrer Reichtum sind nicht Geld und Besitz, wahrer Reichtum sind Freunde.


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