Black out
- Christine Nöh

- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Nehmt aus der Welt die Elektrizität, und das Licht verschwindet;
nehmt aus der Welt den lichttragenden Äther, und die elektrischen und magnetischen Kräfte
können nicht mehr den Raum überschreiten.
Heinrich Rudolf Hertz
In Chile war gestern ein massiver Stromausfall. 90 Prozent der Bevölkerung war davon betroffen. Ein Stromausfall hört sich ja erst mal nicht so dramatisch an, aber wenn man tatsächlich mal über die Folgen nachdenkt, dann ist das kein bißchen spaßig.
Vor einiger Zeit hatten wir frühmorgens mal keinen Strom. Es war zum Glück kein Arbeitstag. Ich habe aber sehr schnell gemerkt, dass ich nichts von dem machen konnte, was ich machen wollte. Weder Kaffee kochen, noch Wäsche waschen, ich konnte nichts lesen, denn es war noch dunkel und da bin ich dann einfach wieder zurück ins Bett, weil ich keine andere Idee mehr hatte.
Bei fast allem was wir machen brauchen wir heute Strom. Wenn dann so eine Millionenstadt in Chile im Dunkeln versinkt, dann ist das ganz schön gruselig. In dem Moment wollte ich nicht mit der U-Bahn unterwegs sein, oder mit dem Flugzeug im Landeanflug sein. Oder wie wäre es im Fahrstuhl eines Hochhauses und der Notruf geht nicht? Natürlich haben die wichtigen Institutionen einen Notstromagregat, aber damit wird dann auch bestimmt nur das notwendigste versorgt.
So bin ich heute morgen einfach nur unglaublich dankbar, dass das Licht angeht, wenn ich auf den Schalter drücke, die Kaffeemaschine vor sich hin blubbert und mein Wecker ordnungsgemäß geklingelt hat. Auch wenn ich die Natur sehr liebe, auf keinen Fall wollte ich auf Elektrizität in meinem Leben verzichten.




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