Weite
- Christine Nöh

- vor 2 Tagen
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Der Blick in die Weite hilft zuweilen, daß man sich auf das Nächste besinnt.
Emil Baschnonga
Ich liebe es am Meer zu stehen und in die Weite hinaus zu schauen. Da ist nicht viel, was einen ablenkt oder den Blick einschränkt. Die Weite hilft auch den Gedanken in unterschiedliche Richtungen zu wandern und gibt mir ein Gefühl von Freiheit.
Diese Weite in meinem Kopf möchte ich mitnehmen in meinen normalen Alltag, bei dem die nächste Hauswand nur 6 m entfernt ist und der naheliegende Hügel den Blick in die Weite verstellt. Wenn ich die Weite nicht vor Augen habe, so kann ich sie doch auch in meinem Innern tragen.
Ich kann Dinge anders machen, als sie immer gemacht wurden, oder muss bei den aktuellen Trends nicht mit machen. So viele zeigen uns, was wir machen müssten, damit wir glücklich werden. Ich kann aber meine eigenen Ideen finden, die vielleicht ganz anders aussehen. Mich macht ein gelungenes Foto glücklich und mein selbst gebackenes Müslibrötchen. Ein schönes Buch bringt mich an Orte, zu denen ich wahrscheinlich nie fahren werde und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich dort gewesen bin.
Manchmal sind es gar nicht die äußeren Grenzen, die mich einengen, sondern die Grenzen in meinem Kopf.




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