Idyllisch
- Christine Nöh

- 18. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Mitten in der Stadt beschreibt man das Landleben am schönsten.
Jules Renard
Wir sind weit davon entfernt, unser eigenes Leben als "Landleben" zu bezeichnen. Wir haben einen Garten, einen Acker, und ein paar Hühner. Das ist der Standard der normalen Familien vor 60 Jahren, die keinen Bauernhof besaßen und auf dem "Dorf" wohnten und was immer nebenbei gemacht wurde. So gesehen ist es nur noch ein nostalgisches Überbleibsel.
Es gibt auch gute Gründe, warum diese Aktivität bezüglich der "Landwirtschaft" von allen so eingeschränkt ist, denn diese ist nur von außen betrachtet idyllisch. In echt ist es körperliche Arbeit, oft dann wenn andere Menschen Feierabend haben.
Natürlich könnten wir das auch lassen, so wie alle Nachbarn in unserer Straße. Vor 30 Jahren hatte jedes Haus einen Gemüsegarten. Gemüse zu kaufen ist so viel einfacher und überall verfügbar. Wir sind gerade die einzigen, die das noch machen. Mal mehr mal weniger erfolgreich.
Es ist anstrengend und zusätzliche Arbeit. Aber es tut sehr gut, wenn man dann tatsächlich etwas wachsen sieht und ernten kann. Wir sind nicht davon abhängig und können daher Misserfolge gut verkraften. Wenn es aber funktioniert, dann schmeckt alles doppelt gut.




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