Typsache
- Christine Nöh

- 19. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Es kommt nicht so sehr darauf an, welche Figur man hat,
sondern welche Figur man macht.
Ruth W. Lingenfelser
Das was viele Menschen aus Erfahrung beschreiben, ist nun wissenschaftlich belegt. Es gibt zwei unterschiedliche Typen, wie Menschen Energie aus Essen verwerten. Ich nenne sie jetzt mal Typ A und Typ B. Typ A kann essen so viel er will und nimmt fast nichts zu. Typ B sieht etwas nur an und nimmt direkt zu. Typ A kann seine Energiezufuhr nur minimal einschränken und nimmt sofort ab, Tpy B hingegen isst immer weniger und nimmt dabei nur wenig ab.
In Zeiten der Nahrungsknappheit ist Typ B sehr im Vorteil, dagegen kann Typ A Epedimien besser überleben. Deshalb haben sich beide Typen bis heute erhalten. Beide Typen reagieren auch unterschiedlich auf Kälte. Kältereize sind auch hilfreich beim Abnehmen. Aber Typ A friert nicht so leicht und kann sich besser an die Kälte anpassen.
Wenn jetzt aber ein Typ A Arzt seinem Typ B Patientien zum Abnehmen empfiehlt Eis zu baden und weniger anzuziehen, dann kann das ganz schön nach hinten los gehen. Denn wenn Typ B zu viel friert, dann nimmt er nicht ab, sondern wird krank und wenn er Probleme mit dem Herzen hat, kann Eisbaden tödlich enden.
Ich glaube wir haben zwei Hauptprobleme:
1. unser Schönheitsideal, das behauptet, dass der der schlank ist, auch derjenige ist, der gesünder und erfolgreicher ist. Was so gar nicht stimmt.
2. die Unfähigkeit der beiden unterschiedlichen Typen wirklich zu verstehen, wie anders der andere Mensch ist. Wenn mir meine Ärztin sagt, dass ich eben einfach ein bisschen weniger essen sollte, wenn ich in den Wechseljahren Probleme mit der Gewichtszunahme habe, weiss ich genau, dass es so bei ihr funktioniert, bei mir aber nicht.
Außerdem gibt es doch so viel Wichtigeres im Leben, als die Figur. Ich beurteile andere Menschen nicht danach wie sie aussehen, sondern danach was für ein Wesen sie haben und ich wünschte, dass das alle so machen würden.




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