Lost on the way
- Christine Nöh

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit

Es gibt keine Freunde, die man nicht verlieren,
und keine Feinde, die man sich nicht zuziehen könnte.
Winston Churchill
Gestern hatte wir Hochzeitstag und da hatten wir die Idee, dass wir nach langer Zeit mal wieder unsere Videoaufnahmen von damals ansehen könnten. Es ist witzig und interessant unsere Familien und Freunde von damals zu sehen und über so manche Modeentscheidung kann man sich heute sehr amüsieren.
Dann aber ist mir aufgefallen, wie wenige der 120 Hochzeitsgäste heute noch Teil unseres Lebens sind. Bei der Familie sind nur noch 12 Personen von damals bei uns und bei den Freunden ist der Prozentsatz noch viel geringer. So viele leben schon nicht mehr und sehr viele Freundschaften sind verloren gegangen. Nicht auf Grund von Auseinandersetzungen, sondern einfach, weil die Lebenswege nicht mehr zusammen passten.
Zuerst war ich frustriert und dachte, dass es traurig ist, dass von so einem riesigen Freundeskreis nur noch so wenig übrig sind. Dann aber habe ich entdeckt, dass an anderen Stellen ganz viele neue Menschen dazu gekommen sind, von denen ich damals noch nicht die geringste Ahnung hatte.
Weil die vielen Menschen von damals fehlen, ist mein Leben trotzdem nicht leer. Es ist anders gefüllt mit vielen wunderbaren Menschen, die heute mein Leben bereichern. Hätte ich krampfhaft an allen früheren Freunden festgehalten, dann hätte ich gar keinen Platz für das Neue.
Es hat sich alles verändert in diesen über 30 Jahren. Manches war schwierig und hart. Aber ich würde den Weg genauso wieder gehen. Veränderungen kann ein Zeichen von Wachstum sein und nicht nur ein Zeichen von Verfall. Manches Alte muss gehen, damit genügend Raum ist für das Neue.




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