Wenn ich die Wahl habe
- Christine Nöh

- 15. Mai
- 1 Min. Lesezeit

Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegenbleiben soll.
Helmar Nahr
Genauso geht es mir. Ich habe heute begeistert einen Brückentag. Aber es ist nicht so, das ich jetzt automatisch Freizeit habe. Es ist so viel zu tun, dass ich auswählen muss, was ich denn liegenlasse. Meistens geben mir die Aufgaben des Tages vor, dass ich mich um schulische Dinge kümmern muss. Heute habe ich tatsächlich die Wahl etwas anderes zu machen.
Da es trocken ist, werde ich auf jeden Fall den Garten wählen, um darin zu Arbeiten. Automatisch rückt der Schreibtisch an die letzte Stelle. Es ist leider so, dass ich nie alles machen kann, was ich machen könnte, müsste, sollte. Es wird immer etwas liegen bleiben. Dann stellt sich natürlich die Frage, ob ich grundsätzlich etwas an meinem Leben ändern sollte, damit ich nicht so viele unerledigte Dinge vor mir her schiebe.
Im Moment ist es aber so, dass ich nicht auf etwas in meinem Leben verzichten möchte, sondern lieber mit der Toleranz für das Unvollkommenen lebe. Ich kann dann ganz erfolgreich übersehen, was gerade nicht fertig ist. Aber es ist schon einfacher, das Chaos auf dem Schreibtisch nicht zu sehen und einfach mal in den Garten zu gehen.
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