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  • AutorenbildChristine Nöh

Frei sein


Halte das Glück wie einen Vogel, so leise und lose wie möglich.

Dünkt er sich selber nur frei, bleibt er dir gern in der Hand.

Friedrich Hebbel


Möchten nicht viele Frei sein, um zu tun und zu lassen, was sie gerade wollen. Ist der Traum von Freiheit nicht in allen unseren Köpfen und doch sieht die Realität anders aus. Denn immer sind wir eingebunden in Systeme und brauchen auch die Gemeinschaft, damit es uns gut geht.


Wer die Freiheit sucht, in der niemand mehr über einen bestimmt, der muss auch auf vieles verzichten. Denn wenn ich völlig unabhängig und frei bin, dann habe ich auch nicht den Rückhalt von vielen Versorgungen. Der Einsiedler, der in einer Höhle im verlassenen Wald lebt, hat dann vielleicht alle Freiheit, aber eben auch andere Pflichten, denn er muss ja schon sehen, dass er genügend zum Überleben findet.


Daher denke ich, dass der Traum von absoluter Freiheit eine Illusion ist. Aber wie frei oder unfrei ich mich fühle, liegt vor allem an meinem Denken. Wenn ich erkenne, welche Vorteile darin liegen, eine Krankenversicherung zu haben, eine Arbeit, mit der ich Geld verdienen kann um Dinge kaufen zu können, die ich nicht alle selbst machen kann, dann sind die Einschränkungen, mit denen ich dann lebe, keine Freiheitsberaubung.


Das was mich auf der einen Seite einschränkt, ermöglicht mir an einer anderen Stelle mehr Freiheiten. Viele verbinden Freiheit auch mit dem Wunsch, sich alles kaufen zu können, was man möchte. Aber das ist auch nicht wirkliche Freiheit. Denn der Wunsch nach immer mehr, lässt uns niemals ankommen. Freier werde ich eher, wenn ich immer weniger brauche, um glücklich zu sein und das was ich habe, auch wirklich genießen kann.


Frei werde ich, wenn ich mich nicht mit anderen vergleiche und nicht meine Energie damit verbrauche, um anderen zu gefallen oder mit anderen mithalten zu können. Frei werde ich, wenn ich nicht das zähle, was mir fehlt, sondern das was ich habe.


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