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  • AutorenbildChristine Nöh

Die Schönheit sehen


Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupéry


Vor kurzem habe ich Schüler einer 4. Klasse fotografiert und bin gerade dabei die Fotos zu bearbeiten. Mir fällt dabei auf, wie jedes dieser Kinder auf unterschiedliche Arten schön ist und ich wünschte sie könnten sich selbst auch immer selbst so wahrnehmen, in ihrer Schönheit und ihrer Stärke.


Am liebsten würde ich zu jedem einzelnen Kind gehen und zu ihm sagen: siehst du denn, wie schön du bist? Damit sie Mut und Freude mit in ihr ganzes Leben nehmen. Mir wurde jetzt noch einmal bewusst, wie genauso ein Foto in der 4. Klasse auch viele Jahre Einfluss auf mich und mein Leben gehabt hat.


Von einem Moment auf den anderen hat die Aussage des Fotografen den Blick auf mich selbst verändert. Er sagte nämlich: "Du in der 2. Reihe mit den Hasenzähnen, mach deinen Mund zu." Das Ergebnis war nicht nur ein Foto mit einem zugekniffenen Mund, sondern auch das Bewusstsein, dass ich furchtbare Zähne habe und mich dafür so schämen sollte, dass ich am besten den Mund zu lasse.


Es fühlte sich ein bisschen so an, als hätte jemand eine Lampe ausgeknipst. Ich fühlte mich vorher vielleicht nicht wahnsinnig schön, aber war im großen und ganzen glücklich mit mir selbst. Ab da dachte ich lange Jahre, dass ich hässlich bin.


Der Fotograf hatte das einfach so dahin gesagt und nicht geahnt, welchen tiefen Einfluss er auf mich damit hatte. Deshalb ist es so wichtig, dass wir stets sorgsam mit unseren Worten umgehen und ich bin mir sicher, dass ich bestimmt auch schon selbst zu Schülern etwas gesagt habe, dass sie nicht ermutigt hat.


Aber ich möchte jeden Tag neu darauf achten, andere Menschen zu ermutigen und nicht zu zerstören, ihnen Freude zu geben und auf das Hinzuweisen, was gut ist in ihrem Leben. Niemals sollten wir die kleinen Bemerkungen am Rande unterschätzen.




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