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  • AutorenbildChristine Nöh

Auf dem Eis


Sich trauen heißt, einen Moment lang den Halt zu verlieren.

Sich nicht trauen heißt, sich selbst zu verlieren.

Søren Kierkegaard


Søren Kierkegaard vergleicht das Leben einem Gehen auf einer Eisschicht und unter uns ist ein riesiger Ozean. Wenn wir einmal das Eis knacken gehört haben, dann wird uns die Tiefe des Wassers bewusst und die Dünnheit des Eises. Wenn wir andere einbrechen sahen, dann wird uns klar, dass auch unter unseren Füßen das Eis nicht immer halten wird.


Diese Angst ist ein Teil unseres Lebens. Wir können sie verdrängen und so tun, als wäre sie nicht da. Wir können in Panik versuchen, noch so viel aus dem Leben herauszuholen was geht. Wir können auch in Schockstarre verfallen und keinen Sinn mehr in jedem Schritt sehen, den wir gehen könnten.


Das alles hilft uns nicht wirklich weiter, den in all dem bestimmt letztendlich die Angst über unser Leben. Was wir brauchen ist Vertrauen das größer als die Angst ist. Vertrauen, dass mich heute das Eis noch trägt und ich heute mutig weiter leben kann. Vertrauen darauf, dass das Leben sowieso nicht allein in meiner Hand liegt und es mir geschenkt wurde.


Im Vertrauen zu leben, bedeutet nicht, dass die Angst verschwindet. Ich bin mir der Angst bewusst, aber sie hat keine Macht über mich. Wenn ich schon auf dem Eis unterwegs bin, kann ich auch wie ein Kind in Freude darüber schlittern, statt in Panik jeden nächsten Schritt beobachten.


Im Vertrauen zu leben, bedeutet auch entspannt zu leben. Denn ich muss nicht mehr Angst davor haben, etwas zu verpassen. Ja, es wird vieles geben, das ich in meinem Leben nicht erreichen werde und nicht erlebe, aber es ist auch vieles was ich sehen und machen kann.


Im Vertrauen zu leben bedeutet, dass das was mir möglich ist, genug ist. Ich lebe im Wissen um die Fülle und nicht in der Angst vor dem Mangel. Auch wenn das Eis knackt, so kann ich doch vertrauensvoll auch heute einen Fuß vor den anderen setzen und weitergehen.



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