Wir finden was wir suchen
- Christine Nöh

- vor 2 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Manche suchen den Wald – und finden nur Holz.
Klaus Ender
Ich kann nur das finden, was ich suche. Wenn ich meine Schüler auf eine bunte Blumenwiese schicke mit dem Auftrag, sie sollen eine rote Blume finden, werden alle eine rote Blume finden. Wenn ich danach frage, ob denn auch noch andere Farben da waren, wird es schon schwieriger, dass manche wissen, welche anderen Blumen sie noch gesehen haben.
Wenn ich gezielt etwas suche, dann blendet mein Gehirn alles andere aus, was einen dabei stören könnte. Meine Aufmerksamkeit ist gelenkt durch einen bestimmten Suchauftrag. Alles andere wird an den Rand unserer Wahrnehmung gedrängt.
So kann ich mit gezielten Fragen die anderen Menschen dazu bringen, das zu finden, was uns gerade wichtig ist. Frage ich also, ob es heute laut in der Klasse war, fällt jedem eine Situation ein, in der es laut war. Beim Betreten des Klassenzimmers, in der Frühstückspause oder während der Gruppenarbeit in Kleingruppen. Niemand erwähnt dann, dass alle in der Stunde mit den Einzelarbeiten die ganze Klasse ruhig und konzentriert 40 Minuten gearbeitet hat.
Wenn ich das über längere Zeit immer mache, dann weiß das Gehirn schon, worauf es achten muss und es merkt sich immer die Situationen in denen es laut ist. So habe ich am Ende das Gefühl, dass es immer nur laut ist. (So ähnlich ist es mit den roten Ampeln: man denkt, dass die Ampel immer rot ist, weil ich mir nur merke, wann sie rot war und nicht die vielen male, an denen sie grün ist.)
Es ist gut das Gute im Leben zu suchen und nicht die Probleme. Denn das was ich suche, wird für mich groß.
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