Unerwartet schnell


Das Wesen der Zeit besteht in der Veränderung der Dinge.
Helmar Nahr
Gestern Abend war ich überrascht, wie früh ich schon Licht anmachen musste. Es scheint mir so, als hätte sich das ziemlich schnell geändert, obwohl der Trend ja schon seit einiger Zeit erkennbar ist. Vielleicht fiel es mir mehr auf, weil gestern nochmal so ein richtiger Sommertag war, mit kurzen Hosen und Barfuss laufen.
Abends war es dann zack: dunkel und kalt. Ich habe mich gefragt, wie es mir damit so geht. Hätte ich jetzt noch gerne länger Sommer, oder freue ich mich auf den Herbst? Tatsächlich ist es für mich jetzt schön, dass der Herbst kommt. Ich liebe zwar den Sommer, aber wenn er kein Ende hätte, dann wüsste ich ihn sicherlich nicht mehr zu schätzen. So werde ich es mir bald wieder mit Kerzenschein und Decke gemütlich machen und den Blättern beim Buntwerden zusehen.
Gerade fühlt es sich bei mir auch ein bisschen so an, als hätte ich nicht eine Frühjahrsmüdigkeit, sondern eine Herbstmüdigkeit, obwohl ich davon noch nie gehört habe.
Dabei ist das doch logisch. Denn wenn es früher dunkel wird, dann wird man doch natürlich auch abends früher müde.
Jedenfalls verändert sich nun wieder vieles, ob wir das wollen oder nicht. Dann ist es doch schlau, das Beste daraus zu machen.




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