Mensch ärger dich nicht
- Christine Nöh

- vor 11 Minuten
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Ärger ist wie Säure. Er zerfrißt vor allem das Gefäß, in dem er sich befindet.
Peter Hohl
Es gibt jeden Tag genügend Gelegenheiten, über die ich mich ärgern könnte. Ein Autofahrer nimmt mir die Vorfahrt, Schüler sind laut und stören den Unterricht, die Kaffeekanne macht Flecken auf den Tisch, das was ich kochen wollte ist mir misslungen. Das sind nur so ganz einfache Beispiele, von Dingen die mir begegnen.
Schnell sind wir dabei zu sagen, dass es ja klar ist, wenn ich mich ärgere und dass ich auch ein Recht dazu habe, mich zu ärgern. Die Frage ist aber, ob es mir gut tut, wenn ich mich ärgere und ob es andere Möglichkeiten gibt damit umzugehen.
Für die Kaffeekanne habe ich eine einfache Lösung gefunden. Ich nehme einfach immer einen Lappen und wische die Flecken weg. Das würde ich machen, auch wenn ich mich ärgere, also mache ich es ohne mich zu ärgern. Das ist der gleiche Aufwand.
Bei anderen Situationen ist es oft nicht so leicht zu solchen Lösungen zu kommen. Das wichtigste ist erst mal, dass ich nicht alles auf mich beziehe und es nicht persönlich nehme. Der Autofahrer kennt mich gar nicht und hatte es einfach eilig, die Schüler haben einen schlechten Tag und brauche ein Ventil um das ab zu lassen und das Essen schmeckt vielleicht trotzdem, auch wenn es nicht so aussieht, wie ich es erwartet hatte.
Wenn wir uns selbst nicht so ernst nehmen, dann haben wir auch weniger Grund uns zu ärgern. Um das zu lernen braucht man wahrscheinlich ein ganzes Menschenleben. Aber es lohnt sich den Ärger im Alltag immer mehr zu reduzieren.




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