Schnee im Winter
- Christine Nöh

- 2. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Der Schnee von gestern ist immerhin das Wasser von heute.
Ralph Boller
Ganz überraschend und ungewöhnlich haben wir tatsächlich Schnee im Januar. Ich freue mich darüber, denn so sieht die Welt direkt freundlicher aus. Die schönsten Erinnerungen an Schnee kommen aus meiner Kindheit. Ich sehe mich wieder am Fenster stehen und mit Begeisterung die Flocken beobachten.
Ich erinnere mich an Schlittenfahrten und eingefrorenen Zehen, an selbstgebaute Iglos und Schneeballschlachten. Frisch verliebt fuhr ich Hand in Hand mit meinem großen Schwarm mit Schlittschuhen übers Eis und die abenteuerlichsten Übernachtungen waren auf einer alten eingeschneiten Burg. Ich hatte sogar ein Zimmer mit Erkerfenster und fühlte mich fast wie eine Prinzessin.
Mein Blick aus dem Fenster auf den fallenden Schnee hat mit einem Mal ganz viele Schubladen der Erinnerung geöffnet, an die ich sonst gar nicht denke. Ich spüre, dass ich ein gutes Leben habe, denn ich habe viele wunderbare Erinnerungen. So wie der Schnee die Landschaft weiß bedeckt, so liegen sanft die schönen Momenten über allen anderen und machen mein Leben hell.




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