Platz für vieles
- Christine Nöh

- vor 2 Stunden
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Die Liebe zum Garten ist ein Same, der, einmal gesäet, nie wieder stirbt, sondern weiter und weiter wächst - eine bleibende und immer voller strömende Quelle der Freude.
Gertrude Jekyll
Wenn ich im Garten bin, dann brauche ich eigentlich nichts anderes mehr. Ich grabe hier und grabe da, entferne dort einige "Wildkräuter" und betrachte die Pflanzen in ihrem Wachstumsfortschritt. Ich weiss, ich kann nicht alles an einem Tag schaffen und mache eben jeden Tag ein bißchen was.
Besonders wichtig ist für mich, dass der Garten nicht perfekt sein muss. Er darf Stellen haben die wild wuchern und da wächst so manches, was andere unpassend finden würden. Heute morgen habe ich wieder gesehen, dass sich das auszahlt.
In dem wilden Gestrüpp hat sich ein Stieglitz den Magen voll geschlagen. Ein Vogel, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Bei diesen "wilden" Blumen findet er die Nahrung die er braucht. Das können die normalen Gemüsebeete und Rasenflächen ihm nicht bieten. Auch Gimpel sehe ich seit einigen Monaten immer öfter. Außerdem sucht ein Rotkehlchen jeden Morgen die Beete nach kleinen Insekten ab. Ein wunderbarer Gartenhelfer.
Wir suchen so oft Unterhaltung und Ablenkung in so vielen Dingen, dabei fehlt uns vielleicht nur der engere Kontakt zur Natur. Obwohl es auch manchmal anstrengend ist, macht es mich jedenfalls glücklich.




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