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  • AutorenbildChristine Nöh

Das Leben der anderen


Wenn wir uns mit den Augen der Nachbarn betrachten könnten, würden wir uns oft beneiden.

Walter Ludin


Gestern sah ich einen Bericht über eine junge Familie. Der Mann hatte seine Arbeit verloren und die Frau wurde in ihrem Beruf sehr erfolgreich, so blieb er zu Hause und kümmerte sich um alles und sie ging arbeiten. Als nun beide über ihr Leben sprachen, erzählte die Frau, dass sie oft ihren Mann beneidet, weil er so viel Zeit mit den Kindern verbringt und die Zeit frei einteilen kann. Der Mann erklärte darauf hin, dass er seine Frau darum beneidet, wie erfolgreich sie in ihrer Arbeit ist.


Letztendlich waren sie aber dann doch mit diesen Entscheidungen sehr zufrieden. Geht es uns nicht allen oft so, dass wir andere um das beneiden, was wir gerade selbst nicht haben und die eigenen Vorteile nicht sehen oder selbstverständlich nehmen?


Die Menschen ohne Kinder, beneiden diejenigen mit Kindern um ihr Familienleben. Die mit Kindern beneiden jedoch die ohne Kinder um ihre großen Freiheiten. Die in der Stadt, beneiden die auf dem Land um die Ruhe und die frische Luft. Die auf dem Land beneiden die in der Stadt, um die vielen Möglichkeiten.


Diejenigen die zu Hause sitzen, beneiden die, die beruflich unterwegs sind und viel rum kommen. Die aber, die in ihren Hotelzimmern übernachten, beneiden diejenigen, die gemütlich jeden Abend auf dem eigenen Sofa sitzen können.


Es gibt immer etwas, das andere haben, das wir selbst nicht haben. Aber es gibt auch immer etwas, das wir selbst haben, was andere nicht haben. Vielleicht können wir lernen uns selbst mit den Augen der anderen Menschen zu sehen, damit wir besser erkennen, was bei uns selbst so gut ist, das wir aber selbstverständlich nehmen.


Da wir sowieso niemals mit anderen Menschen tauschen können, ist es am besten, wenn wir unser eigenes Leben mit all seinen Vorteilen und Nachteilen, so bewusst und glücklich wie möglich leben, ohne dauernd auf das Grün hinter dem Zaun zu schielen.




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