Wie ein Spinnennetz


Das Einzige, was es über das Leben zu lernen gibt,
ist in drei Worte zu fassen: Es geht weiter!
Friedrich Schiller
Lernen ist wie das Weben eines Spinnennetzes. Zuerst werden die starken Fäden gesponnen, an denen alles hängt. Das ist für unser Gehirn die Sprache, das Lesen und die Grundkenntnisse der Mathematik. Dann webt die Spinne ein grobes Raster und als letztes das ganz feine Muster des Sinnennetzes. Umso enger die Fäden gesponnen sind, umso leichter bleiben die Insekten hängen.
Je mehr wir wissen, umso einfacher können wir uns weitere Details merken und umso schneller lernen wir noch mehr dazu. Das Gute bei uns ist, dass wir niemals aufhören müssen etwas dazu zu lernen, sondern dass wir unser Gedankennetz noch immer weiter verfeinern könnnen.
Wenn wir dann plötzlich etwas Verstehen, was uns zuvor undurchdringbar war, ist das so, wie wenn uns eine dicke Fliege ins Netz gefolgen ist. Das Wissensnetz ist nun fein genug um Sachen aufzufangen, die davor durch die Maschen gefallen sind.
Lernen ist kein Linearer Prozess, sondern es sind immer wieder Sprünge drin. Man kann lange an etwas rumtüfteln und plötzlich kommt über Nacht die neue Erkenntnis. Das ist, was das Lernen spannend macht und uns anspornt immer wieder weiter zu machen. Man ist nie zu alt, um noch etwas dazu zu lernen.




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