Widerspruch
- Christine Nöh

- 9. Juni
- 1 Min. Lesezeit

Was man besonders gerne tut, ist selten ganz besonders gut.
Wilhelm Busch
Da möchte ich doch Wilhem Busch vehement widersprechen. Ich bin davon überzeugt, dass man etwas besser macht, wenn man es gerne macht. Wenn einen etwas interessiert oder begeistert, dann geht man mit viel mehr Engagement und Energie dran, als wenn man etwas pflichtgemäß machen muss.
Früher hatte ich oftmals geglaubt, dass nur das das Richtige sein kann, was mir besonders viel Mühe macht und für das ich mich extra anstrengen muss. Wenn der Weg zu einfach ist, oder sogar Spaß machen würde, dann wäre ich auf der falschen Fährte. Vielleicht ist es das Bild vom schmalen Weg, den man gehen soll, der dieses Denken gefördert hat.
Gut, dass ich das nicht mehr so sehen muss. Ich freue mich darüber, wenn ich etwas gerne mache und etwas das mir leicht fällt ist nicht weniger wertvoll, als etwas für das ich mich sehr abmühen muss. Ich denke jetzt, dass es unsere Stärke ist, wenn wir etwas gut können und wir Freude daran haben. Es gibt bestimmt keinen Fußballprofi, der Fussball spielen nicht schon als Kind mochte oder keinen Autor, der nicht gerne mit Wörtern jongliert.
Heute wissen wir, Gott sei dank, dass wir viel mehr erreichen können, wenn wir unsere Stärken trainieren, als wenn wir ohne Ende unsere Schwächen fördern würden. (Und trotzdem sollen in unseren Schulen alle Kinder möglichst in allen Fächern gleich gut sein)




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