Nichts Neues unter der Sonne
- Christine Nöh

- vor 22 Minuten
- 1 Min. Lesezeit

Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein entgegenkommender Zug sein.
unbekannt
Das Ende des Schuljahres ist in Sichtweite und wie so oft, sind die letzten Wochen randvoll bis obenhin. Ich dachte eigentlich, dass es dieses Jahr besser wird, denn dieses Jahr bekomme ich immerhin nicht noch Besuch aus Kenia. Was letztes Jahr ja schön war, aber eben auch anstrengend. Da müsste es doch diese mal sehr gechillt sein.
Aber ich merke wie mein Stresslevel gerade steigt. So ganz unauffällig kommt noch einer nach dem anderen Termin dazu und plötzlich fühle ich mich überfordert. Die einzelnen Termine sind nicht das Problem. Die sind alle gut zu schaffen. Die Summe aller vieler, auch schöner Dinge ist das, was mich gerade herausfordert.
Die 28 Klassenarbeiten zum Korrigieren und die über 200 Bilder, die ich noch benoten muss, das Organisieren unseres Klassenausfluges und die drei freien Tage, die für mich wegfallen. Noten machen, Noten eintragen, Beurteilungen abgeben, Schwimmfähigkeiten abfragen, Fotomappen bestellen, Kalender gestalten und nebenher noch Kunst im Garten organisieren.
Ich fühle mich gerade wie bei einer Fahrt über den wildesten Untergrund. Jetzt hilft nur noch, den Blick auf den Horizont richten und eines nach dem anderen erledigen. Dann bleibt noch der Mut zur Lücke. Was nicht perfekt klappt, ist eben unperfekt. Wie konnte ich glauben, dass es dieses Jahr auch nur ein bisschen besser würde.
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