Mitten am platten Land
- Christine Nöh

- 1. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Der Morgen ist die schönste Zeit auf dem Land. In der Stadt gibt es keinen Morgen.
Danielle Darrieux
Wir sind hier mitten auf dem platten Land. Die nächste Ortschaft ist ein paar Kilometer weg und es ist hier unglaublich ruhig. Nur nachts passiert hier einiges. Gestern Abend war ich draußen um den Sternenhimmel und den Vollmond zu bewundern als ein dunkler Schatten über das Haus hinwegstrich. Danach hörte ich mehrfach den Ruf der Schleiereule.
Ein Rehbock "bellte" viele male im nahen Wäldchen und mitten in der Nacht haben sich Katzen lautstark gestritten. Später drang der Ruf einer Eule in unser Schlafzimmer und morgens wurde ich vom vielseitigen Zwitschern der Vögel geweckt. Da kann niemand sagen, dass auf dem Land nichts los ist.
Hier kann man wunderbar Urlaub machen und sich erholen. Immer wollte ich aber wahrscheinlich nicht hier wohnen. Das ist mir dann doch etwas zu abgelegen. Ich verstehe, warum die Menschen vom Land in die Stadt gestrebt sind, weil da einfach mehr los ist und man alles kriegt. Ich kann aber ebenso verstehen, dass die Menschen aus der Stadt auf Land streben, weil sie da mehr Ruhe finden.
Man kann eben nicht alles haben, wie so oft im Leben. Eine Entscheidung für das Eine ist eine Entscheidung gegen etwas anderes.
Jetzt aber genieße ich noch ein paar Tage die Ruhe auf dem Land.
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