Entscheidungen
- Christine Nöh

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit

Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen,
als ständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird.
Charles de Gaulle
Das Schwierige im Leben, finde ich nicht etwas machen zu müssen. Ich bin gerne aktiv und packe an. Das Schwierige sind die vielen Entscheidungen, die ich täglich treffen muss und auch treffen möchte. Mein Schreibtisch ist nicht deshalb chaotisch, weil ich zu faul bin, sondern weil ich mich manchmal nicht entscheiden kann, wo ich etwas hin räume und dann landet es auf dem Stapel.
Kochen ist nicht deshalb anstrengend, weil ich es nicht gerne mache, sondern, weil ich überlege, was ich denn nun zubereite; etwas das Abwechlung bringt, etwas mit den Sachen die da sind, etwas, dass wir beide gerne essen und schon ist alles kompliziert.
Beim Einkaufen stehe ich vor dem Regal und entscheide: nehme ich das teure Markenprodukt, oder das günstige No name, das vielleicht genauso gut ist, oder probiere ich vielleicht etwas, das ich noch nie hatte....
Das sind nur drei harmlose Beispiele für die vielen Entscheidungen, die man täglich treffen muss. Das ist das, was für mich das Leben anstrengend macht. Deshalb wasche ich gerne Wäsche. Da weiß ich genau, welche Kleidung wie gewaschen werden muss und ich kann handeln ohne viel nachzudenken. Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Wäsche falten. Zack fertig.
Aber ein Leben nur in einer Wäscherei wäre sicherlich auch nicht nach meinen Vorstellungen. Also werde ich heute wieder entscheiden müssen, wo ich die Dingen des inzwischen geschrumpften Schreibtischstapels einsortiere. Spannend bleibt dann, ob ich sie dann auch wieder finde...




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