Die Stadt schläft nie


Mitten in der Stadt beschreibt man das Landleben am schönsten.
Jules Renard
Während in den Ortschaften auf dem Land abends die Bürgersteige hochklappen, geht in der Großstadt der Trubel erst richtig los. Ich habe gedacht, dass es so ab 2 oder 3 Uhr nachts ruhiger werden könnte, aber die Stadt schläft nie. Wenn dann morgens um 5 Uhr die letzten lautstarken Nachteulen tatsächlich das Revier verlassen, rücken die Reinigungstrupps aus und lärmen mit den Kehrmaschinen durch die Straßen.
Nie habe ich lieber auf dem Land gelebt, als nach solch einer lauten Nacht mitten in der Stadt. Natürlich hat eine Stadt vieles zu bieten an kulturellen und attraktiven Angeboten. Wo sonst könnte ich afganisches oder anderes internationales Essen genießen, ohne das eigene Land zu verlassen.
Die Kontraste sind nirgends so groß, wie in einer Stadt wie Frankfurt. Der erfolgreiche Finanzmanager steht mit dem Aperol auf dem Marktplatz, während nur wenige Meter daneben andere die Pfandflaschen aus dem Mülleimer suchen. Für die Extreme gibt es keine Grenzen, in jegliche Richtung.
Sehr gerne begnüge ich mich lieber mit einem unspektakulären, beschaulichen und normalen Leben. Ein kleiner Ausflug in die Stadtluft genügt mir, um ausreichend Inspirationen und Blicke über meine Tellerrand zu erhalten. Heute morgen bin ich dann richtig froh zu den normalen Herausforderungen meines Alltages zurück zu kehren.




Kommentare