Allein oder einsam
- Christine Nöh

- vor 5 Minuten
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Viel besser mit sich selbst allein,
als einsam unter vielen sein.
Erich Lipach
Es liegt nicht daran, ob man alleine ist oder unter vielen Menschen, ob man sich einsam fühlt. Man kann alleine glücklich und zufrieden sein und man kann sich unter viele Menschen mischen und trotzdem einsam sein.
Es ist zum Beispiel kein Problem, wenn man andere Menschen feiern hört und nicht dabei ist, wenn man die anderen Menschen nicht persönlich kennt. Wenn aber Freunde feiern und man mitbekommt, dass man als einziger nicht eingeladen ist, dann fühlt sich das alleine sein plötzlich sehr schmerzhaft an.
Nicht das alleine sein macht einsam, sondern das Gefühl von anderen vergessen zu werden. Es macht nicht einsam, wenn man niemanden zum reden hat, aber es fühlt sich schrecklich an, wenn einem niemand wirklich zuhört, wenn wir anderen etwas erzählen.
Einsamkeit hat auch immer zwei Seiten. Die Seite der anderen, von denen man sich ausgegrenzt fühlt. Aber es ist auch die eigene Seite, wenn ich mich selbst zurückziehe und in ein Schneckenhaus verkrieche.
Ich kann Einsamkeit mit zwei Möglichkeiten gekämpfen. Indem ich selbst aktiv werde und den Kontakt zu anderen suche, oder indem ich mein Denken ändere. Ob ich mich ausgegrenzt fühle bestimmen auch meine Gedanken. Vielleicht bin ich ja tatsächlich gerne alleine und glücklich damit, weil ich es auch genieße einfach mal meine Ruhe zu haben. Dann ist es ja kein Problem, dass die anderen ohne mich feiern.
Es gehört aber auch dazu, dass man auch für seine Freunde mit verantwortlich ist. Wenn der andere es gerade nicht selbst schafft aus dem Schneckenhaus zu kommen, braucht man Freunde, die einen ermuntern und ermutigen und die nach 10 Absagen auch noch ein elftes mal fragen, ob man mitkommt.




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