• Christine Nöh

Verflogen

Niemand hätte jemals den Ozean überquert, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte,

bei Sturm das Schiff zu verlassen.

Charles F. Kettering

Jetzt sind wir schon wieder zu Hause und nach ein paar Stunden Schlaf, bin ich nun auch wieder ein Mensch. Gestern hatten wir noch einen wunderschönen, interessanten Tag in London, wo wir viel gesehen und erlebt haben. Insgesamt bin ich völlig überwältigt, von dem vielen Guten, was uns geschenkt wurde.


Natürlich kann man eine Reise gut vorbereiten und so gut es geht gewappnet sein, aber es gibt trotzdem ohne Ende Möglichkeiten, dass auch etwas schief gehen könnte. Eine Schlüsselkarte eines Hostel Zimmers war verschwunden und tauchte dann doch wieder auf. Ein Schüler hatte seinen Geldbeutel verloren und wäre damit an der Grenze ohne Ausweis gewesen. Auch wenn es sehr unwahrscheinlich war, dass wir auf der Rückfahrt kontrolliert werden, so ist es doch nicht ausgeschlossen. Wie froh, waren wir alle, als der Geldbeutel im Rucksack eines Freundes auftauchte, der ihn aus versehen eingepackt hatte.


Drei Schüler waren kurz vor der Abfahrt vermisst und konnten nicht mit dem Handy erreicht werden. Aber in letzter Minute tauchten sie doch noch auf. Für beide Tage war eigentlich in beiden Städten Regen vorhergesagt, aber bis auf einen kurzen Schauer, war es die ganze Zeit trocken.


Sonntag nachmittag war es noch super stürmisch, so dass uns aus Deutschland schon die Meldungen erreichten, dass manche Fähren nicht mehr fahren, aber als wir abends in Dover ankamen hatte es sich alles beruhigt.


Auf der Überfahrt hat das Schiff dann schon mal sehr geschaukelt und ich glaube so mancher Schüler hätte gerne auf hoher See das Schiff verlassen, wenn er es gekonnt hätte. Aber nur wenn man so etwas wagt, kann man andere Länder erkunden.


In diesen 2 Tagen haben wir so viel gemacht, dass es mir vorkommt, als wäre es eine halbe Woche gewesen und doch ist die Zeit verflogen wie im Wind. Wenn ich alles aufzählen würde, was wir gemacht haben, könnte ich viele Seiten füllen. Diese vielen Eindrücke muss ich jetzt auch erst mal nach und nach verarbeiten, genauso wie die vielen Fotos.... Ich bin aber glücklich und froh, diese Reise genau so gewagt zu haben und hoffe, dass viele Schüler auch viele guten Erfahrungen mit nach Hause genommen haben.


Morgen kommt wieder der normale Schulalltag, aber solche Tage prägen einen für eine lange Zeit. Danke an alle die dabei waren.


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