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  • AutorenbildChristine Nöh

Sommerabendluft


Den Augenblick immer als den höchsten Brennpunkt der Existenz,

auf den die ganze Vergangenheit nur vorbereitete,

ansehen und genießen, das würde Leben heißen!

Friedrich Hebbel


Gestern habe ich tatsächlich Sachen angepackt, die ich sonst immer wieder aufschiebe. Ich habe die alten Filme auf dem Computer endlich alle in ein Format gebracht, so dass man sie am Fernsehen ansehen kann. Die allermeisten hatte ich ja schon fertig, aber es fehlten noch ein paar und ich hatte es einfach nicht fertig gemacht. Aber jetzt habe ich es geschafft und die Filme doppelt gesichert auf zwei verschiedenen Festplatten.


Abends war ich mit der Kamera auf der Trupbacher Heide. Dort wächst gerade wunderschönes Gras, das habe ich in den Tagen davor mal gesehen. Also habe ich mich gestern auf den Weg gemacht, statt vor dem Fernseher zu sitzen. Und es hat sich total gelohnt. Nicht nur wegen der Fotografien, die ich machen konnte, sondern vor allem wegen des Erlebnisses.


Es war unglaublich ruhig, so dass man noch nicht mal die Autobahn hörte. Ich war fast die ganze Zeit alleine, habe nur am Schluss drei Menschen getroffen und die Luft hatte solch eine angenehme Wärme, dass mir auch um 10 Uhr abends immer noch nicht kalt wurde, obwohl ich nur eine kurze Hose und ein T-shirt an hatte.


Ich war in dieser Zeit einfach nur in der Gegenwart und habe mir keine Gedanken über die Vergangenheit oder die Zukunft gemacht. Es genügte mir einfach da zu sein, zu sehen, zu hören und die warme Luft zu fühlen. Es war egal wieviel Uhr es war und ich habe nichts vermisst.


So müsste das Leben immer sein, was natürlich nicht geht. Aber es tut gut, so etwas zu erleben, denn das ist wie ein Anker in unserer stürmischen Zeit.


Vor ein paar Jahren hätte ich so etwas niemals alleine gemacht. Ich brauchte immer jemand der mit geht und mit dem ich etwas zusammen mache. Es ist natürlich schön, wenn man solch ein Erlebnis mit jemanden teilen kann.


Aber es ist auch gut, dass ich es jetzt alleine machen kann und nicht darauf warte, bis jemand Zeit hat. Wenn man sich mit jemand verabredet fällt es leichter sich aufzuraffen, aber als ich mir vorgenommen hatte, das jetzt zu machen, war es ganz einfach. Es war eine Verabredung mit mir selbst.


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