• Christine Nöh

Mittendurch


Neue Herausforderungen sind wunderbare Gelegenheiten,

Neues über sich selbst zu erfahren.

Ernst Ferstl


Gestern waren wir mit dem Fahrrad auf dem Rothaarsteig unterwegs. Vom früheren großen Waldgebiet ist fast nichts mehr übrig und viele Berge sind jetzt kahl. Dafür sind die Wege sehr schlecht und teilweise total schlammig. Da ich vor einiger Zeit gestürzt bin, als ich durch so ein Schlammloch gefahren war, war mir nun immer etwas mulmig, wenn der Weg so ganz schlecht wurde.


Es gab aber immer wieder keine Aufweichmöglichkeit, so dass ich mitten durch den Schlamm fahren musste. Wenn ich jetzt genau dorthin schaute wo meine Räder gerade waren, wurde ich so unsicher, dass ich erst richtig ins Schlingern geriet. Also habe ich einen Punkt anvisiert, der weit vor mir lag und bin darauf zu getrampelt. Es war zwar kein "Auge zu und durch", aber doch ein bisschen ähnlich.


Es lag nicht unbedingt an meiner Fähigkeit durch den Matsch durchzukommen, sondern viel mehr an meiner Angst zu rutschen, die dazu geführt hätte, dass ich tatsächlich gefallen wäre. Denn Angst lähmt und macht einen ganz steif.


Immer wieder schaffen wir auch in Leben viel mehr, als was wir uns selbst vielleicht zutrauen würden. Und manchmal hält uns unsere Angst davon ab, etwas zu machen, was wir eigentlich könnten. Wenn man ein Ziel in der Ferne hat, dann kann man auch viele Schwierigkeiten durchstehen, von denen man nie gedacht hätte, dass man es schafft.


Deshalb ist es gut, nicht immer nur auf das zu sehen, was gerade um einen herum ist, sondern auch auf das zu sehen was in der Zukunft werden könnte.


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