• Christine Nöh

Herbststurm


Wer gegen den Wind durch die Gegend geht,

dass der Sturm allen Ärger aus ihm weht,

kehrt aus dem Gezerr und Gebrüll und Gebraus,

leichter und freier und froher nach Haus.

Josef Guggenmoos


Ich bin ja eigentlich nicht so wasserscheu und wetterempfindlich. Bei diesem stürmischen Regen, der gerade vor meinem Fenster zu sehen ist, bin ich aber doch mal froh, dass ich heute nicht wirklich raus muss. Gerne mache ich es mir heute mal richtig gemütlich und genieße es einfach nicht viel machen zu müssen.


Der Sturm zeigt auch schon massive Veränderungen. Mein Herbstbaum war gestern noch fast bis zur Spitze voll mit bunten Blättern und heute morgen ist das obere Viertel schon kahl. Alle Blätter die noch ein kleines bisschen festhingen, werden jetzt vom Wind hinweggeweht.


Im Leben haben wir auch immer mal wieder stürmische Zeiten. Dann werden wir auch so durchgerüttelt wie jetzt die Herbstbäume. Manchesmal müssen wir dann etwas loslassen, an dem wir lange Zeit festgehalten haben, wozu wir aber freiwillig doch nicht bereit gewesen sind. Das ist nicht immer schön und man fühlt sich dann auch vielleicht auch kahl und leer.


Es sollte uns aber nicht entmutigen. Der Baum kann den Winter nur überstehen, wenn er seine Blätter abwirft und hat im Frühling wieder die Chance auf einen wunderbaren Neubeginn. So kann es auch sein, dass wir etwas loslassen müssen, damit wieder etwas Neues beginnen kann.


Veränderungen in unserem Leben können Gutes Neues bringen, wir müssen vielleicht nur aufhören den fliegenden Blättern hinterher zu trauern und uns bereit machen, offen für etwas anderes zu sein.


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