• Christine Nöh

Aufgeladen


Wer Energie sparen möchte, sollte nicht bei der menschlichen Wärme anfangen.

Ernst Ferstl


Jeden Tag muss ich meine Uhr und mein Handy einmal neu aufladen. Es ist aber nicht immer leicht, den richtigen Zeitpunkt abzupassen. Natürlich könnte ich das über Nacht machen, aber es tut den Akkus nicht gut, wenn sie die ganze Nacht am Kabel hängen, dann halten sie nicht so lange.


Also lade ich oft meine Geräte morgens oder Abends auf. Wenn ich es morgens mache, kann es aber passieren, dass ich in der Schule bin und feststelle, dass mein "lebensnotwendiges" Handy, oder meine Uhr zu Hause in der Steckdose stecken. Interessanter Weise überlebe ich auch solch einen Tag ohne große Probleme, wer hätte das gedacht.


So wie meine ditialen Freunde jeden Tag neue Energie brauchen, so brauche auch ich eigentlich jeden Tag etwas, das mir neue Energie gibt. Manchmal ist man ja so glücklich und begeistert, dass man denkt, man könnte bis zum Ende des Lebens Bäume ausreisen. Dann bin ich überrascht, wie schnell diese Energie auch wieder verschwunden ist und sie nicht mal mehr unter dem Bett bei den Monstern sitzt.


Die Energie, die uns zur Verfügung steht, ist eben auch nicht für das ganze Leben gedacht, sondern nur für einen beschränkten Zeitabschnitt. Deshalb ist es wichtig, dass wir unseren inneren Akku immer wieder neu aufladen. Wie das bei jedem funktioniert ist unterschiedlich.


Ich brauche dazu Ruhe und Zeit für mich selbst. Bewegung an der frischen Luft und inspirierende Bücher oder Vorträge sind auch ganz gut. Sehr wichtig sind auf jeden Fall die Gespräche mit anderen Menschen und die Möglichkeit jemand anderem eine Freude zu machen. Es ist aber nicht so sehr das Nichtstun, das mir neue Energie gibt, sondern eher wenn ich kreativ etwas erschaffe.


Was da einem hilft, muss jeder für sich selbst herausfinden. Das sollten wir aber machen, bevor unser Akku total leer ist, denn sonst braucht es sehr lange, bis wir wieder einigermassen fit sind.


Es ist aber auch wichtig, dass ich mir eingestehe, dass ich nicht immer gleich leistungsfähig bin. Ich muss mir erlauben, auch mal nicht so viel zu schaffen und trotzdem damit zufrieden sein. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft messen wir unseren Wert viel zu oft nur an dem was wir leisten. Stell dir vor wie gut es wäre, wenn wir glauben könnten, dass jeder von uns wertvoll ist, einfach weil er existiert.


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