• Christine Nöh

Kreativ werden


Kreativität: der natürliche Feind der Langeweile. Nichts fürchtet sie mehr.

Peter Rudl


Gestern Nachmittag hab ich mir meine Gummistiefel angezogen, mein Stativ und meine Kamera geschnappt und bin damit in den Wald gegangen. In den letzten Tagen habe ich beim Spazieren gehen gesehen, dass durch den starken Regen ein sehr schöner Wasserfall in Kleinformat entstanden ist. Bevor nun das Wasser wieder alles den Bach runter geflossen ist, habe ich schnell noch die Gelegenheit genutzt um schöne Fotos zu machen.


Das mit dem Wasserfall muss ich nun noch genauer erklären. Der kleine Wasserlauf im Wald fliesst schon etliche Jahre über diesen kleinen Abhang, an einer relativ versteckten Stelle, an der man nicht so einfach und oft vorbei kommt. Wenn es nicht so viel regnet, ist das auch ziemlich unspektakulär. Das besondere ist aber, dass der Bach nicht schon immer so durch den Wald geflossen ist. Vor einigen Jahren haben ein paar Kinder den Bach an einer Stelle viel weiter oben im Wald umgelenkt und kreativ auf einen neuen Weg gebracht. Nur deshalb fällt das Wasser über mehrer Stufen über Steine diesen Hang hinunter.


Durch Kreativität können wir Neues erschaffen, etwas verändern und die Welt schöner machen. Normalerweise wird immer gedacht, kreativ sind die Künstler, die Musiker, diejenigen die etwas machen, was keinen "Zweck" hat. Aber eigentlich kann man in allen Bereichen des Lebens kreativ sein und eigentlich steckt in uns allen dieser Wunsch etwas zu erschaffen. Ob ich die Rezepte beim Backen und Kochen verändere, im Sport andere Bewegungen einübe oder beim Arbeiten Ideen habe, wie etwas besser zu machen ist. Überall kann ich kreativ sein.


Gerade geht es in unserem Leben nur noch darum, was wir alles nicht können, dürfen, sollen. Wir können jetzt aber auch diese Situation als Gelegenheit erkennen, einfach kreativ mal etwas ganz anders zu machen. Das geht natürlich nicht, wenn wir vor dem Fernseher sitzend abwarten, bis die Krise vorbei ist. Aber wir können die Zeit, die wir jetzt plötzlich haben, weil wir nirgends mehr hin können, dazu nutzen etwas Neues zu erschaffen. Neue Idee, neue Erfindungen, neue Wege der Kommunikation...


In Italien haben die Menschen begonnen auf dem Balkon stehend zusammen zu singen. So kann man etwas machen, was man vielleicht zuvor noch nie gemacht hat. Wir können andere vielleicht nicht besuchen, aber Ihnen trotzdem einen Kuchen backen oder eine kleine Überraschung vor die Tür stellen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir das große Potenzial, das in uns allen Schlummert, zu wecken und nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere zu nutzen. Dann kann man vielleicht einen Bach im Wald umlenken, aber vielleicht auch die Welt für immer zum Guten verändern.


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