• Christine Nöh

Gemeinsam einmalig


Man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das eigene Licht leuchten zu lassen.

Konfuzius


Immer mal wieder kriege ich eine leichte Krise, wenn ich mich auf den sozialen Netzwerken im Internet umschaue. Ich sehe dann so viele, die besser aussehen, die etwas ganz toll können, die ein perfektes Leben haben und begeistert davon berichten, was sie alles gemacht haben.


Dann fühle ich mich ganz klein und unbedeutend und möchte mich am liebsten in ein Schneckenhaus verkriechen. In solch einem Moment muss ich mir selbst sagen, dass ich sofort aufhöre, mich mit all diesen anderen Menschen zu vergleichen. Wenn ich mich vergleiche verliere ich immer....


Immer wieder muss ich daran denken, dass es besser ist, sich für andere zu freuen, wenn es ihnen gut geht und jeder hat in seinem Leben gute und schlechte Zeiten. Über die schlechten wir nur wenig berichtet. Jeder hat seine eigene Last zu tragen und die erfährt man manchmal nur im persönlichen Gespräch.


Ich habe heute bewusst dieses Foto von den Kirschblüten ausgesucht, denn wir alle freuen uns doch schon auf den Frühling. Und bei diesen Blüten ist es ja auch so, dass jede einzelne Blüte einzigartig und wunderschön sind, aber so richtig Eindruck machen sie in ihrer gemeinsamen Leuchtkraft. Jede Blüte blüht für sich und gibt ihr bestes, egal ob die Blüte daneben größer, leuchtender oder verschnörkelter ist. Das ist ihnen ganz egal.


Ich bin in keinem Wettbewerb, mein Leben ist kein Quiz, bei dem es nur einen Gewinner gibt. Ich muss nicht mit Ellbogen um die beste Position kämpfen, sondern kann eben mein eigenes Leben leben, auch wenn es nicht spektakulär ist und ich andere damit nicht beeindrucke. Es ist das kostbarste und einmaligste Leben das ich habe. Und nur wenn ich nach meiner eigenen Melodie tanze gerate ich nicht aus dem Takt.

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