• Christine Nöh

Alles anders


SICH SORGEN ZU MACHEN IST WIE IM SCHAUKELSTUHL ZU SITZEN,

ES BESCHÄFTIGT EINEN, BRINGT EINEN ABER NIRGENDWO HIN.

Glenn Turner


Selbstverständlich muss ich unsere geplante Reise nach London mit 3 Freundinnen nun verschieben. Man könnte sie auch ganz absagen, aber jetzt versuchen wir es mit einem Verschieben auf die Herbstferien und ich hoffe, dass die Welt bis dahin wieder soweit ist, dass es erlaubt ist zu Reisen. Ich möchte die Reise bewusst nur verschieben, damit die Hotels und die Fluggesellschaft die Buchung schon mal haben und nicht alles stornieren. Ob das denen hilft weiss ich nicht, es ist aber bestimmt besser, als das Geld zurückzufordern.


Alle die etwas für die nächsten Wochen und Monate geplant hatten, müssen gravierende Veränderungen hinnehmen. Seit Jahren geplante große Stadtfeste absagen, Traumreisen umbuchen oder Arbeiter für das Feld suchen, weil die Saisonarbeiter nicht kommen. Alle großen Sportereignisse sind abgesagt und auch alle kleinen Vereinstreffen. Alles steht Kopf und jeder muss sich jetzt irgendwie neu einsortieren. Die einen haben zu viel Arbeit und die anderen haben zu wenig.


Es macht mir aber Mut, wenn ich sehe, wie Menschen flexibel sind und die neuen Herausforderungen annehmen. Ein Sternekoch in Berlin kocht mit gespendeten Lebensmittel kostenlos für die Beschäftigten in Krankenhäusern Mittagessen, Schüler und Studenten gehen in Bayern auf die Hopfenfelder und helfen, den Bauern beim Befestigen der Drähte und Musiker nehmen Filme auf, damit sie bei Online Gottesdiensten gezeigt werden können. Mit grossen oder kleinen Aktionen helfen sich Menschen gegenseitig.


Wir können den ganzen Tag dasitzen und uns über alles das sorgen, was nun auf uns zukommt. Wir können aber das entdecken, was in uns steckt und es dazu nutzen, um anderen zu helfen. Vielleicht kann man seine eigenen Talente jetzt nutzen, die sonst kaum zur Geltung kommen, weil wir immer mit so vielem anderen beschäftigt waren. Oder wir können etwas völlig anderes dazu lernen, was wir im normalen Leben niemals gewagt hätten.


Wir Menschen haben schon viele Krisen und Schwierigkeiten überstanden. Es ist gut, wenn wir die jetzige Situation auch als Chance sehen etwas Gutes in der Welt zu hinterlassen.

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