• Christine Nöh

Wie immer?


Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, daß man sie gar nicht spürt.

Doch wenn man sie spürt, sind sie schon so stark, daß sie sich nicht mehr zerreißen lassen.

Samuel Johnson


Aus Gewohnheit habe ich mir heute morgen wieder die lange Hose, den Pulli und die Stricksocken angezogen, auch wenn der Blick aus dem Fenster eigentlich etwas anderes verspricht. Ich kann es aber noch nicht wirklich glauben, dass es tatsächlich wärmer wird....


Im Laufe des Tages gestern hatte ich auch immer mehr ausgezogen und war ganz glücklich endlich wieder in einem Leben ohne dicke Socken anzukommen. Aber noch ist die Umstellung zögerlich...


Ist es nicht so, dass wir auch sonst im Leben an ganz vielen Gewohnheiten festhalten, weil wir das schon immer so gemacht haben? Vielleicht hat sich das Leben geändert, aber man hält trotzdem am Bekannten fest?


Das Gewohnte kennt man und man weiss, was einem damit erwartet. Bei etwas Neuem ist das vielleicht riskant. Schon beim Essen fängt das an, dass viele Menschen lieber immer dasselbe essen, statt mal was Unbekanntes zu probieren.


Dabei ist das Leben so vielfältig und bunt, wie dieser Markt in Verona. Es wäre doch schade, wenn man nicht ab und zu mal etwas Neues ausprobiert. Das muss ja gar nichts Großes sein. Man kann auch einfach mal mit der anderen Hand die Zähne putzen und während dessen auf einem Bein stehen, oder etwas essen, von dem man immer gedacht hat, dass man es nicht mag.


Auf jeden Fall werde ich so schnell wie möglich von meiner Gewohnheit abweichen, dicke Socken anzuziehen und barfuss durch das nasse Gras gehen. Dann spürt man wieder viel besser, dass man noch am Leben ist....


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