• Christine Nöh

Wer gewinnt...?


Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.  Die Liebe wird niemals vergehen. 1.Korinther, 13


Es gibt ja die bekannte Geschichte, von den beiden Hunden, die in uns wohnen. Der eine möchte das Gute, der andere das Böse. Als ein kleiner Junge fragt, wer denn von den beiden Hunden gewinnt, sagt der Indianer: "der, dem du Futter gibst."


Ich denke die beiden die in uns kämpfen sind die Liebe und die Angst. Warum die Angst? Die Angst hat bei jedem andere Auswirkungen. Den einen macht sie wütend, sauer, aggressiv und den anderen traurig, mutlos und schwach. Wenn bei mir die Angst wächst, dann möchte ich am liebsten aufgeben.


Angst bringt einem oft genau zu solch einem Verhalten, das mich in das Leben führt, vor dem ich Angst habe. Als Kind hatte ich große Angst vor dem Wasser. Diese Angst hat mich so gelähmt, dass es für mich ganz schwierig war schwimmen zu lernen.


Als ich dann in der 3. Klasse dazu gezwungen wurde, den Beckenrand loszulassen, bin ich unter gegangen und hatte danach erst richtig Angst vor dem Wasser. Meine Angst hat mich so gelähmt, dass ich es einfach nicht geschafft habe zu schwimmen. Und wenn dann andere noch Geschichten erzählt haben, von Kindern die ertrunken sind, wurde meine Angst noch größer.


Mein Bruder hat mir dann dabei geholfen diese Angst zu besiegen, aber nicht mit Druck und Gewalt, sondern mit viel Geduld und Ermutigung. In der 4. Klasse konnte ich dann tatsächlich schwimmen. Wenn ich die Angst behalten hätte, dann wäre das Wasser für mich heute immer noch eine große Gefahr und der Grund für die Gefahr wäre meine Angst davor gewesen.


Deshalb möchte ich die Liebe in meinem Inneren füttern, nicht die Angst. Es gibt so vieles was uns Angst machen kann. Die Angst geliebte Menschen zu verlieren, oder zu kurz zu kommen, oder das Beste zu verpassen. Wenn ich der Angst Futter gebe, dann raubt sie meine ganze Freude, meine Hoffnung und meine Energie. Bei anderen führt die Angst zu Wut und Hass und damit können sie auch genau das kaputt machen, was sie eigentlich lieben.


Wenn ich aber die Liebe stärke, dann gibt sie mir Hoffnung, auch in schweren Zeiten, dann gibt sie mir Mut gegen Probleme zu kämpfen und dann hilft sie mir im Vertrauen andere Menschen loszulassen und nicht an ihnen festzuklammern.


Ich möchte heute mit meinen Gedanken und dem was ich höre und sehe den richtigen Hund füttern. Denn wem ich zu fressen gebe entscheide jeden Tag ich selbst.


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