• Christine Nöh

Langsames Wachstum


Der Tag an dem du einen Baum pflanzt,

ist nicht der Tag, an dem du seine Früchte erntest.

Sei geduldig und gib nicht auf.

Fabienne Fredrickson


Wenn man bei uns durch die früheren Wälder geht, dann sind viele davon nicht mehr da. Jetzt wird darüber diskutiert, was man mit den abgeholzten Flächen machen soll. Wieder aufforsten? Wenn ja mit welchen Bäumen? Oder einfach das wachsen lassen, was kommt?


Jetzt werden Entscheidungen getroffen, deren Ergebnis man erst in 80 Jahren wirklich beurteilen kann und dann ist kaum einer von uns noch da. Und doch ist es richtig diese Entscheidungen sehr gut zu überlegen, denn wir selbst ernten ja auch viele Früchte, von Bäumen, die wir nie gepflanzt haben und genauso müssen wir auch für die nächsten Generationen sorgen.


Zum Glück, dauert es nicht immer bei allem so lange, bis man Ergebnisse ernten kann. Wenn ich einen Apfelbaum pflanze, kann ich schon nach wenigen Jahren Äpfel ernten. Und wenn ich einen Johannisbeerstrauch pflanze, ernte ich schon im ersten Jahr Beeren.


In unserem Alltag wollen wir aber alles am liebsten sofort. Nur als kleines Beispiel, die Fotografie. Heute mache ich ein Foto und habe sofort das Ergebnis aus meinem Display oder kann es am Computer ansehen und bearbeiten. Früher musste man erst den Film voll machen, zum Entwickeln bringen und dann hat es noch mindestens eine Woche gedauert, bis man die Fotos in Händen hielt.


Wir haben vielleicht dadurch auch ein bißchen verlernt, dass manche Dinge eben sehr viel mehr Zeit benötigen. Manches muss ich über Jahre hinweg regelmässig machen, um irgendwann Früchte zu ernten. Anderes machen wir jeden Tag und erhalten nach Jahren auch dafür die Quittung und merken gar nicht, dass wir uns das Problem selbst erarbeitet haben. Das kann Gesundheit und Krankheit sein, Freundschaften oder verlorene Freundschaften und berufliche Erfolge oder Misserfolge....


In so vielen Dingen wirkt sich das, was wir täglich an Kleinigkeiten tun, aus. Wir merken es aber nicht, weil es eben sehr langsam geht. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche "Pflanzen" ich in meinem Garten haben möchte, damit ich jeden Tag etwas dafür tue, damit es genau diesen gut geht. Und das können Kleinigkeiten sein: was esse ich, was trinke ich, was mache ich, was rede ich und was denke ich jeden Tag.


Es ist gut auf die täglichen Gewohnheiten zu achten. Und wir brauchen dann viel Geduld, um darauf zu warten, das unsere Pflänzchen Früchte tragen.


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