• Christine Nöh

Zwei Ohren...


Wir haben zwei Ohren und nur einen Mund,

weil wir mehr hören als reden sollten.

Sprichwort


Als Kinder lernen wir zu Reden, aber vielleicht lernen wir nie, wie man richtig zuhört. Sehr oft erlebe ich es in Gesprächen, dass andere nur darauf warten, dass sie ihre eigene Meinung oder ihre eigenen Erlebnisse erzählen können und dem gar nicht zu hören, was man selbst sagt.


Viele hören sich selbst gerne reden und können stundenlang Monologe halten, und merken gar nicht, dass sie über die Köpfe der anderen hinweg reden. Am Ende haben sie ein gutes Gefühl, weil sie alles gesagt haben, was ihnen wichtig ist und merken gar nicht, dass vieles davon ungehört im All verschwand.


Aber es ist immer einfach über andere zu urteilen, was sie falsch machen. Viel schwieriger ist es, das Verhalten bei sich selbst zu entdecken und zu ändern. Auch wenn andere das vielleicht viel mehr machen als ich, heisst das ja nicht, dass ich das nie mache. Wenn mir etwas auf der Seele brennt, kann ich auch 20 Minuten darüber reden und achte gar nicht darauf, ob es den anderen interessiert.


Und wenn ein anderer mir etwas erzählt, dann besteht auch immer die Gefahr, dass meine Gedanken abschweifen und ich am Ende gar nicht weiss, was er gesagt hat.


Deshalb muss man das Zuhören auch lernen und üben. Wir denken alle, wir könnten es, weil wir ja auch reden können. Aber das ist nicht so. Ich brauche zum Zuhören Zeit. Viele erzählen ja etwas, nicht weil sie eine Antwort möchten, sondern einfach nur, weil sie jemand brauchen, der sie versteht.


Wenn mir also heute jemand etwas erzählt, möchte ich wirklich zuhören was er sagt, nicht sofort einen eigene Geschichte zurück erzählen und Gesprächspausen auch aushalten. Denn das wirklich wichtige kommt oft erst nach einer Gesprächspause heraus.


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