top of page
  • AutorenbildChristine Nöh

Last Man Standing


Der Verbrecher von gestern ist der Held von heute.

Der Held im Westen ist Verbrecher im Osten und umgekehrt.

Fritz Bauer


"The last Man standing" klingt sehr heroisch und wird heute gerne für Wettbewerbe verwendet, bei denen es nur einen Gewinner gibt. Der Ursprung davon ist aber aus meiner Sicht alles andere als Heldenhaft, auch wenn es einem von manchem so verkauft worden ist.


Es bezieht sich auf den Kampf von General Custer mit fünf Kompanien gegen ein großes Lager der letzten indigener Stämme, die sich nicht in ein Reservat abschieben lassen wollten. Er wollte das Gebiet für die weißen Siedler frei machen und hat seine Soldaten in den Tod geführt, da er die Lage völlig falsch eingeschätzt hatte.


Dabei hatte er zuvor mit einem der Häuptlinge eine Friedenspfeife geraucht und somit versprochen, die Indianer nicht anzugreifen. Es wundert einen nicht, dass der weisse Mann, als Mann mit gespaltener Zunge gesehen wurde.


Diese verheerende Niederlage der Kompanien wurde hinterher als großes Heldenepos insziniert und Custer als Held dargestellt, der seinen Platz bis zum letzten Atemzug verteidigt hat. Er ist der große "Last Man Standing".


Dabei war er eher ein Verbrecher und die Mitglieder seiner Kompanie waren viele ahnungslose Einwanderer, die noch nicht lange in Amerika waren und deshalb den Job in der Armee angenommen hatten. Darunter auch viele aus Deutschland. Sie sind seinen Befehlen blind in die Vernichtung gefolgt.


Zusätzlich führte diese verlorene Schlacht dazu, dass die Weissen danach die indigenen Stämme am Wounded Knee abgeschlachtet und Frauen und Kinder nicht verschont haben. Das ist ganz großes "Heldentum" und wird in den USA teilweise bis heute so propagiert.


Auch heute stehen wieder weisse Amerikaner auf und wollen "ihr Land" gegen andere Bevölkerungsgruppen verteidigen und wenn es sein muss, bis in den Tod. Sie schüren Angst, Hass und Verunsicherung und behaupten, dass sie für Gott und sein Reich kämpfen. Leider sind es wieder viele, die ihnen glauben.


Das freie, weltoffene Amerika, das als melting pot vieler Kulturen gilt, existiert nur in einigen Gebieten und ist selbst dort bedroht zu verschwinden.Was dann kommen könnte, möchte ich ehrlich gesagt nicht wissen. Das neue Panzerauto von Elon Musk lässt nichts gutes ahnen.


31 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


Die Liste der 1000 Dinge für die man dankbar ist:

  1. MeinLeben

  2. Freunde

  3. Familie

  4. Dach über dem Kopf

  5. Leckeres Essen

  6. Trinken

  7. Möglichkeit zum Ausschlafen

  8. Vogelgezwitscher

  9. Leckeres Frühstück

  10. Sesamring mit Butter

  11. Möglichkeit zum Homeoffice

  12. Schule

  13. netter Busfahrer

  14. Sonnenschein

  15. warme Dusche

  16. Fussball spielen

  17. kein Krieg

  18. Möglichkeit etwas mit der Familie zu machen

  19. Urlaub

  20. einen Garten haben

  21. eigene Früchte ernten

  22. ein Hobby zu haben, das mich erfüllt

  23. nette Menschen, die dieses Hobby mit mir teilen

  24. wenn andere lesen, was ich schreibe

  25. Möglichkeit Koffer zu packen

  26. Waschmaschine 

  27. Spülmaschine

  28. USA Reise

  29. Sommer

  30. gesunde Beine

  31. Computer

bottom of page