• Christine Nöh

Wir können es schaffen...


Wohlstand ist eine Grundlage, aber kein Leitbild für Lebensgestaltung.

Ihn zu bewahren ist noch schwerer, als ihn zu erwerben.

Ludwig Erhard


Seit 70 Jahren leben wir hier in Frieden und stets wachsendem Wohlstand. Es wurde alles immer besser. Das Essen wurde vielfältiger und reichhaltiger, die Wohnungen immer größer, die Reisen öfter und weiter weg, der Konsum stieg immer mehr an. Es war ein Weg immer weiter nach oben und wie weit wir schon gekommen sind, merkt man erst, wenn man sich Fotos aus den 50ger und 60ger Jahren ansieht.


Ich weiss noch genau, dass meine Eltern lange gespart haben, bevor sie sich den ersten schwarz-weiss Fernseher gekauft haben. Heute hat ja fast jeder Jugendliche einen eigenen großen Flachbildschirm im Zimmer...


Ein richtig großer Knick bekam dieser Aufwärtstrend durch die Corona Pandemie. Viele haben das dramatisch erlebt, wie das normale Leben plötzlich wegbrach. Aber uns alle hat doch die Hoffnung getragen, dass es danach irgendwie wieder so weiter gehen könnte wie zuvor.


Heute können wir jedoch schon deutlich ahnen, dass es schwer sein wird, den alten Standard zu halten, geschweige denn ihn wieder zu erreichen. Wir müssen mit offenen Augen erkennen, dass in der nächsten Zeit viele Einschränkungen auf uns zu kommen werden. Dieser sinnlose, schreckliche Krieg wird eine lange Spur an Konsequenzen in unser Leben bringen, die wir noch gar nicht wirklich überblicken können.


Ich halte aber überhaupt nichts von Endzeit Reden und Weltuntergangsstimmungen. Wir können vieles schaffen und gut bewältigen, wenn wir unsere Erwartungen ändern. Wenn wir damit rechnen, dass nun alles teurer wird, dann wird es uns nicht so überraschen. Statt zu jammern und die Schuld bei allen anderen zu suchen, können wir schon jetzt beginnen anders mit Geld und Ressourcen umzugehen.


Wir brauchen gar nicht denken, dass es uns so furchtbar schrecklich geht, denn schwierige Zeiten haben schon viele Generationen erlebt. Man muss nur an die Ölkrise in der 70er Jahren denken, damals wurde sehr genau geplant, was man überhaupt mit dem Auto fährt.


Jetzt haben wir noch Zeit, von uns selbst heraus, unseren Lebensstandard zu verringern und uns die Einstellung zu bewahren, dass man auch mit weniger glücklich sein kann. Schwieriger wird es, wenn wir krampfhaft daran festhalten wollen, dass es so weitergehen muss wie vor 3 Jahren.


Mitmenschlichkeit, Führsorge und gegenseitige Unterstützung hat uns Menschen durch viele schwierigen Zeiten hindurch gebracht. Lasst uns das zu unserem Fokus machen und nicht die Schuldzuweisungen und Forderungen an andere zu unserem Lebensmittelpunkt machen.


Wir haben die Wahl, wie wir die nächsten schwierigen Zeiten erleben werden. Hoffnungsvoll optimistisch mit weniger glücklich sein, oder im endlosen Jammern darüber, dass früher alles besser war.


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