• Christine Nöh

Standesgemäss


Gestern morgen hatte ich ein sehr ungewöhnliche Überraschung. Da meine normalen Schuhe vom Laufen durch den Regen schwer nass waren, habe ich mir ein paar Schuhe aus dem Keller geholt, die ich schon länger nicht mehr an hatte. Komischer Weise passte aber mein linker Fuss nicht in den Schuh. Zuerst dachte ich eine Socke würde vorne im Schuh stecken, aber dann fiel ich fast in Ohnmacht, als ich sah, dass eine tote Maus darin lag.


Ganz schnell hab ich den Schuh zu Seite gestellt und danach einen weiten Bogen drumrum gemacht. Unsere Kinder hatten früher immer Angst, dass eine Spinne in einem Schuh sitzen könnte, die wäre aber harmlos gegen dieses Felltierchen.


Ich wollte nun meine Tochter als Bestattungsfachkraft engagieren. Sie war jedoch fest davon überzeugt, dass Tierbestattungen nicht in ihr Resort fallen würde. Auch sonst habe ich keinen im ganzen Haus gefunden, der sich dieses schwierigen Falles annehmen wollte. Also musste ich selbst die Bestattung in die Hand nehmen. Ich glaube selten hat eine Maus solch einen kostbaren Sarg bekommen, mit dem ich sie dann standesgemäß im großen grauen Mülleimer zur letzten Ruhe geleitete.


Ich habe noch einen letzten Blick in den Turnschuh geworfen und festgestellt, dass die kleine Maus eigentlich ganz süss aussah. Nur eine Trauerrede habe ich nicht gehalten.



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