• Christine Nöh

Genug für alle


Wir können entweder die Dunkelheit verfluchen,

oder aber das Licht anmachen.

John Maxwell


Eigentlich gäbe es genug für alle. Eigentlich könnte es allen besser gehen. Wenn nicht die gierigen immer mehr haben wollten, obwohl sie schon so viel mehr als genug haben. Wenn nicht die Mächtigen ihre Macht nur zu ihrem eigenen Vorteil missbrauchen würden, statt für Gerechtigkeit und Frieden zu sorgen. Wenn nicht die einen gegen die anderen hetzen würden, nur weil sie zu einem anderen Geschlecht, oder zu einer anderen Nationalität oder zu einer anderen Hautfarbe zählen.


So wie im Wald genug Platz ist für viele Bäume, so wäre auch genug da für alle Menschen. Wenn nicht wenige am liebsten alles haben möchten und den vielen anderen fast nichts übrig lassen. Braucht man z.B. mehr als ein Haus zum Leben? Nur weil es möglich ist, muss ich es ja nicht machen...


Es ist ja bekannt, dass 0,9 Prozent der Menschen 43,9 Prozent des Vermögens der Welt besitzen und 56,6 Prozent besitzen lediglich 1,8 Prozent. Dieser große Unterschied lässt sich mit keinerlei Leistungen rechtfertigen. Diese paar wenigen haben nicht so unglaublich viel geleistet, dass sie diesen Reichtum verdient hätten.


Ich bin mit Sicherheit kein Königsmörder und kann auch keine Revolution anstiften. Ich möchte nur das Bewusstsein fördern, dass alles so ungerecht verteilt ist und dass es unglaubliche Kraftanstrengungen bedürfte um das zu ändern. Es gibt beim Besitz keine Grenzen nach oben und viele denken, dass wenn sie den Reichtum haben, dann haben sie ihn auch verdient. Aber meistens muss irgendjemand Armes für den Reichtum der Reichen bezahlen.


Welche Veränderung könnte doch für die Welt geschehen, wenn dieses Vermögen nicht mehr nur für den eigenen Wohlstand eingesetzt würde, sondern zum Wohl von allen Menschen. Manche setzen sich ja durchaus ein, aber das ist oft eher bescheiden. So wie wenn ich 1 Euro von meinen Einkünften einem Bettler am Strassenrand gebe. Ich merke kaum etwas davon.


Nun ist es ja einfach, auf die Reichen zu schimpfen und der Traum von einer gerechten Welt, wird wohl immer eine Illusion bleiben. Dabei möchte ich aber nicht stehen bleiben, denn jeder von uns kann etwas dazu beitragen, dass es menschlicher unter uns Menschen zugeht. Jeder kann Frieden säen statt Hass, das Brot mit dem teilen, der noch weniger hat und Liebe pflanzen, statt Verachtung.


Wir alle können lernen mit Genug zufrieden zu sein und nicht immer mehr zu wollen. Ich kann alle Menschen achten, auch wenn sie anders denken, anders aussehen oder anders riechen als ich. Das sind vielleicht kleine Schritte, aber Schritte in die richtige Richtung.


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