• Christine Nöh

Frohe Ostern


Was die Raupe das Ende der Welt nennt,

nennt der Rest der Welt einen Schmetterling.

Laotse


Wenn Ostern nur ein Fest der langen Ohren und bunten Eier ist, dann ist es ein schöner Spass für die Kinder, für uns aber eigentlich bedeutungslos. Wenn Ostern nur die Feier des Wiederkehrenden Frühlings ist, dann ist es eine Hoffnung, aber doch auch nur Teil der sich wiederholenden Jahreszeiten, mit der Gewissheit, dass auch wieder ein Winter kommen wird.


Wenn Ostern aber das ist, was seit über 2000 Jahren gefeiert wird, dass Gott Mensch wurde und dass Jesus den Tod besiegt hat, dann kann uns diese Fest die Hoffnung geben, nach der wir uns alle sehnen. Dann kann ich gelassen in die Zukunft blicken, denn ich weiss, was auch immer das Leben noch bringen wird, am Ende steht ein neuer Anfang. Dann muss ich nicht alles aus diesem einen Leben herausholen, sondern kann befreit leben, denn ich weiss, das Beste kommt noch.


Wenn ich glaube, dass Ostern nicht nur ein schönes Märchen oder eine veraltete Sage ist, dann kann ich die Kraft dieses Glaubens auch heute erleben. Dann siegt das Vertrauen über die Unsicherheit, dann bestimmt die Großzügigkeit über die Habgier und dann überwindet die Liebe die Angst.


Gott wurde Mensch, um den Menschen zu zeigen, wie wir eigentlich miteinander umgehen sollten. Gott wurde Mensch, um zu zeigen, dass er so ganz anders ist, als wir Menschen uns das schon mal vorstellen und er wurde Mensch, damit er uns von der Macht des Todes befreit. Nicht nur, damit wir irgendwann einmal ohne Trauer, Tod und Schmerzen leben können, sondern auch damit wir jetzt schon jeden Tag in dieser Kraft Mut bekommen um liebevoll zu leben.


Ich wünsche dir frohe Ostern, mit der Hoffnung der Raupe auf das Leben eines Schmetterlings.


Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt. Römer 8, 38

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