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  • AutorenbildChristine Nöh

Das Glück suchen


Viele suchen ihr Glück wie einen Hut, den sie auf dem Kopfe haben.

Nikolaus Lenau


Sind wir nicht alle auf der Suche nach unserem Glück? Ich bin sicher, dass wir oft an den falschen Stellen suchen und deshalb das übersehen, was uns wirklich glücklich macht.


Im Internet sieht man unglaublich schöne Landschaften und Orte und wir denken, dass das der Ort ist, an dem wir Glück finden. Wenn man aber da ist, dann sieht es ganz anders aus. Der einsame Strand ist mit hunderten von Menschen voll, um die traumhafte Grotte zu sehen, muss ich eine Stunde mit dem Boot anstehen, damit ich sie für 10 Minuten besuchen kann. Wir reisen stundenlang um zu Orten zu kommen, die ganz viele andere auch sehen wollen.


Mit unserem bestreben die schönsten Flecken der Erde zu sehen, machen wir oft genau diese schönsten Flecken kaputt. Denn wenn überall zu viele Touristen sind, dann sind wir selbst ja auch ein Teil davon.


So finden wir oft nicht das Glück in dem Traumurlaub, für den wir monatelang gespart haben. Andere freuen sich darauf endlich nicht mehr arbeiten zu müssen und dann fällt ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf. Oder man wartet darauf, dass man endlich Zeit hat, das zu machen, was man immer machen wollte und wenn man endlich die Zeit hat, kann man sich doch nicht aufraffen, oder ist zu krank oder hat nicht die passenden Umstände.


Ich denke, das größte Problem liegt daran, dass wir das Glück immer wo anders erwarten. An einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, mit anderen Menschen. Aber unsere besten Zeiten sind immer nur im Jetzt und Hier. Weil wir das große Glück suchen, verpassen wir so vieles kleine Glück, auf das es so viel mehr ankommt.


Heute morgen habe ich die Wolken beobachtet, die über mich hinweg zogen und dabei funkelte immer wieder ein Stern dazwischen hervor. Über diese kleinen Momente habe ich mich gefreut. Ich bin dankbar und glücklich, dass ich heute morgen gesund aufstehen kann. Ich hatte ein leckeres Frühstück und bin von Wind und Regen geschützt. Vor allem konnte ich heute Nacht behütet in einem warmen Bett schlafen.


Wenn ich erkenne, was ich alles gerade in diesem Moment habe, dann muss ich nicht noch immer mehr suchen, was mich glücklich machen könnte. Natürlich bin ich immer auch glücklich, wenn ich auf Reisen bin. Aber ich muss nicht bis ans Ende der Welt fliegen um die Schönheit der Erde zu entdecken.


Das wichtigste ist aber, dass ich das Glück in mir selbst haben muss, damit ich es woanders entdecken kann. Vielleicht trage ich schon die ganze Zeit den Hut auf meinem Kopf, den ich überall anders suche.



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